1. Vielleicht hängt noch ein "Pan" im Schrank

    "Casala-Objektmöbel" und Heimatverein suchen alten Kleiderbügel

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    LAUENAU (al). Das frühere Lauenauer Möbelunternehmen hat offenbar nicht nur Stühle und Tische, vorübergehend Schuhleisten, Kinderspielzeug und Luftschutzliegen, sondern offenbar auch Kleiderbügel produziert. Diese überraschende Kenntnis gewann der Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins und Leiter der deutschen Niederlassung von "Casala Objektmöbel", Jürgen Schröder. Ihm liegt jedoch nur ein Werbeblatt aus den zwanziger Jahren vor. Jetzt sucht er eine dieser hölzernen Aufbewahrungshilfen im Original.

    Es gibt nur diesen gedruckten Beleg: In den zwanziger Jahren hat das Lauenauer Holzunternehmen Sasse auch Kleiderbügel produziert.

    "Davon habe ich ja noch nie gehört", war seine erste Reaktion, als er bei einer Internetauktion auf den gedruckten Hinweis aufmerksam wurde. Doch es bestand kein Zweifel. Firmengründer Carl Sasse muss sich seine Kombination aus Kleiderbügel und Hosenspanner sogar patentiert haben lassen, wie aus dem Werbezettel hervorgeht. Als "Patent-Kleiderbügelfabrik" bot Sasse "2 Bügel mit 2 Paar Spannern" für drei Mark" und "4 Bügel mit 4 Paar Spannern für fünf Mark einschließlich Verpackung gegen Nachnahme" an. Der Clou beim Aufhängen bestand offenbar in zwei stoffbezogenen Gleitklötzen, die in die Hosenbeine einzuführen waren. Da sich diese von allen spannten, sei "ein Abgleiten des Beinkleids unmöglich". Der "Pan" lasse sich in kleine Teile zerlegen, so dass diese bei Reisen leicht im Koffer untergebracht werden könnten, las Schröder verblüfft.

    Nun lässt ihn das alte Casala-Produkt nicht mehr ruhen. Zu gern möchte er dieses bislang unbekannte Kapitel Firmengeschichte erforschen und es Interessierten im örtlichen Museum zugänglich machen. Aber es gibt noch einen zweiten Grund für die akribische Suche. Schröder hat den in den Niederlanden ansässigen "Casala"-Chef bereits für die Idee gewinnen können, einen solchen Kleiderbügel als Firmenpräsent aufzulegen.

    Jedoch: Bis auf die grobe Zeichnung auf dem kleinen Werbeblatt kennt offenbar niemand die originelle Aufbewahrungshilfe. Schröder hofft deshalb, mit einem Aufruf erfolgreich zu sein: Lauenauer und vor allem ehemalige Casala-Mitarbeiter sollten in ihren Kleiderschränken einmal nachschauen, ob Hose oder Jacke auf einem "Pan-Bügel" hängen. Über entsprechende Hinweise unter der Rufnummer (05043) 710 ist er dankbar – nicht nur als Repräsentant der "Casala Objektmöbel". Der patentierte Hosenspanner würde das örtliche Museum glatt bereichern. Repr.: al

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