EXTERTAL (km). Als "Verantwortungspartner für Lippe" bündeln lippische Unternehmen derzeit ihr gesellschaftliches Engagement. Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer, der "Gilde"-Wirtschaftsförderung und der Bertelsmann Stiftung starten sie Projekte zum Thema "Bildung-Beruf-Lebensqualität", so das Motto der Initiative. Damit soll die Zukunftsfähigkeit der Region gesichert werden, wie die IHK mitteilt.
Mit neuen, konkreten Ideen ging das Projekt jetzt in eine neue Runde. Bei der IHK trafen sich rund 50 Unternehmensvertreter, um in fünf Teams ihre Ziele und Arbeitsschritte für die gute Sache abzustimmen. Nach vier Stunden engagierter Diskussion zeigte sich Projektsprecher Stephan Westerdick von der Detmolder IT-Firma Unirez hochzufrieden mit den ersten Ergebnissen: "Man spürt richtig den Schwung und die Aufbruchstimmung. Wir wollen etwas bewegen und es ist toll, dass dabei so viele Firmen mitmachen," so Westerdick.
Die Arbeitsteams haben sich bei ihrem Projekt viel vorgenommen. Eine Gruppe kümmert sich zum Beispiel um das Miteinander von Alt und Jung in den Betrieben und auch darum, wie "reife Talente" bestmöglich in den Unternehmen ihren Platz finden und behalten. Ein anderes Team entwickelt Ideen, wie berufstätige Eltern oder Alleinerziehende in Notfällen, zum Beispiel bei Krankheit von Kindern, besser unterstützt werden können. Eine dritte Gruppe möchte ein Netzwerk "Jugend-Beruf" aufbauen.
Der Kerngedanke dabei: Junge Menschen sollen in möglichst vielen Bereichen Ideen für eine spätere berufliche Orientierung bekommen. Ein weiteres Team nimmt Möglichkeiten zur Integration von Beschäftigten unter die Lupe. Im Fokus stehen dabei Migranten oder ausländische Beschäftigte. Begleitend zu den vier Teams füllt eine fünfte Projektgruppe die Homepage "www.verantwortungspartner-lippe.de" mit Leben und sorgt dafür, dass gute Taten lippischer Firmen erfasst und, soweit gewollt, auch weiter verbreitet werden.
In den nächsten drei Monaten soll die Arbeit erste Früchte tragen. Allen Teams gemeinsam ist, dass zunächst eine Bestandsaufnahme gemacht wird, was an guten Ideen in Lippe bereits existiert. "Weiße Flecken" sollen dann gefüllt und sämtliche Projektansätze kommuniziert werden. "Wir hoffen, dass unsere Vorschläge Nachahmer finden," wünscht sich Stephan Westerdick. Deshalb sollen Ideen entwickelt werden, die für möglichst viele Mittelständler praktikabel sind, zumindest im Verbund. "Was einer allein nicht schafft, kriegen wir vielleicht gemeinsam besser hin," macht Westerdick einen wesentlichen Grundgedanken des gesamten Projektes deutlich. Deshalb appelliert er auch an lippische Firmen, sich bereits jetzt für das Projekt zu engagieren.
Weitere Infos gibt es bei der IHK Lippe unter der Telefonnummer 05231/760121 oder bei der "Gilde" (05231/954111).