ROLFSHAGEN (tt) Heutzutage betreiben immer mehr Menschen Sport, um gesund zu leben und Krankheiten vorzubeugen. Doch woher kommt eigentlich der Begriff "Sport", fragte sich Beate Treff, Oberturnwartin des Turn- und Sportvereins beim Festakt zum 40-jährigen Jubiläum: "Deutsches Sportabzeichen in der TuSG" und gab auch gleich den anwesenden Sportabzeichen-Absolventen und Abordnungen der örtlichen Vereine eine Antwort. "Es ist die Kurzform des englischen Wortes "disport" und bedeutet "Zerstreuung, Vergnügen". Über das altfranzösische "se desporte" drang das Wort in der Bedeutung von "Erholung-Zerstreuung" in den angelsächsischen Sprachraum vor. Bei der TuSG "zerstreuen" sich seit 40 Jahren fitnessbewusste Menschen, um ihren eigenen Leistungsspiegel zu erkennen und zu verbessern. Walter Rehbein und Helga Höhle als erste Prüferin belebten damals das sportliche Geschehen im Verein und führten das Training zum Sportabzeichen ein. "Es fehlten aber die Voraussetzungen auf dem eigenen Sportplatz", so Renate Hahne, die seit 35 Jahren dabei ist und sich noch gut an die Anfänge erinnern kann. "Wir gingen nach Heeßen und landeten schließlich in Obernkirchen, wo wir noch heute regelmäßig die Prüfungen vornehmen". Zusammen mit Inge Brehmeier hat sie es in diesem Jahr geschafft, sieben neue Jugendliche zu begeistern, die die sportlichen Bedingungen erfolgreich absolvierten. 600 Sportabzeichen wurden in den vergangenen 40 Jahren verliehen. "Zurzeit haben wir rund 30 Absolventen im Jahr", so Renate Hahne, die zum Jubiläum den Sportabzeichen-Stützpunktleiter des Kreissportbundes, Gerd Krimpenfort, begrüßen konnte. Krimpenfort lobte die engagierte Arbeit der beiden ehrenamtlichen Prüferinnen, die selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Unter dem Applaus der Gäste überreichte er Renate Hahne die Urkunde und das Abzeichen für die 35. Wiederholung.
Bürgermeister-Vertreter Manfred Spenner gab unumwunden zu, erst in ein Trainingslager gehen zu müssen, um diese Leistung zu erreichen. "Ich selbst habe nie erleben dürfen, das Sportabzeichen überreicht zu bekommen, hoffe aber, dass diese gute Tradition in der TuSG noch lange erhalten bleibt".
Bei den Jugendlichen waren das erste Mal dabei und erhielten die Nadel in Bronze: Leonie Tkocz, Vivienne Nacke und Jannis Könemann. Für die zweite Teilnahme gab es das Silber-Abzeichen für Lisa Möller und Maurice Jagata. Das goldene Abzeichen bekam Niklas Könemann für die dritte Wiederholung sowie Tim Hornig und Jan-Hendrik Lange für die vierte Wiederholung.
Im Erwachsenen-Bereich nahmen Kathrin Zander, Michael Möller und Andrea Jagata das Silberabzeichen entgegen. "Goldmedaillen" lagen bereit für Beate Treff (12 Mal die Bedingungen erfüllt), Ursula Dellnitz und Inge Brehmeier (14), Bodo Kuhn (18), Inge Hohmeyer (21), Georg Söffker (23), Renate Söffker (26) und Renate Hahne mit der Rekordzahl von 35 Wiederholungen. Ganz besonders gefreut haben sich die Prüferinnen über die Teilnahme der Familien Wansner, Aldag, Jagata und Hohmeyer/Könemann, die mit Spaß und Eifer das Deutsche Sportabzeichen gemeinsam im Familienbund abgelegt haben. Mit der Übergabe der Urkunden und Abzeichen ist das Sportjahr beendet. Im Mai des nächsten Jahres soll aber der olympische Gedanke wieder geweckt werden, wenn es heißt: "Dabei sein ist alles". Foto: tt
Beate Treff (li.) und Bettina Teich (re.) bedanken sich im Namen des Vorstandes der TUSG bei ihren zwei Prüferinnen Renate Hahne (2.v.l.) und Inge Brehmeier.
Die Kinder und Jugendlichen, die diesmal mit Freude und Spaß die Bedingungen schafften.
Die erfolgreichen Fitnesssportler im Erwachsenen-Bereich: Renate Hahne (v. li.), Michael Möller, Kathrin Zander, Andrea Jagata, Inge Brehmeier, Inge Hohmeyer, Vilja Hävemeier, Ursula Dellnitz, Bodo Kuhn, Beate Treff, Renate und Georg Söffker.
Helga Höhle war vor 40 Jahren die erste Prüferin für Sportabzeichen in der TuSG.