TODENMANN (km). Dass die Ernährung eine entscheidende Rolle für die Gesundheit des menschlichen Körpers spielt, weiß heute fast jeder. Aber was ist gesunde Ernährung? - Antworten auf diese und viele andere Fragen wusste die Ernährungswissenschaftlerin Renate Frank, die auf Einladung des Landfrauenvereins Rinteln-Hessisch Oldendorf in die Todenmanner "Linde" gekommen war.
Landfrauen-Vorsitzende Sigrid Dohm (re.) bedankte sich mit einem kleinen Geschenk bei Renate Frank
Vor rund 80 Zuhörerinnen eröffnete die Expertin ihre Ausführungen mit einer alten Volksweisheit: "Man ist so alt, wie man sich fühlt." Spezifizierte aber sogleich: "Der Mensch ist so jung oder so alt wie seine Gefäße." 140.000 Kilomketer Blutkreislauf gelte es in jedem einzelnen vernünftig zu versorgen und in Form zu halten, damit der vitale Stoffwechsel der Organe optimal gewährleistet sei.
Und wenn es um die Ernährung gehe, sei vor allem Hintergrundwissen gefragt - zum Beispiel beim viel diskutierten Thema Cholesterin. "Die Butter ist besser als ihr Ruf," befand Renate Frank, "weil ihr Fett leicht verdaulich ist." Von den 76 Fettsäuren könne der Körper so gut wie alle für den Aufbau von Körperzellen, Nerven- und Gehirnsubstanz nutzen. Butter sei allemal besser als die bedenklichen "Trans-Fette", die gekennzeichnet seien mit "pflanzliche Öle und Fette, zum Teil gehärtet" und vor allem in Margarine, frittierten Produkten, Fast-Food-Gerichten oder Kartoffelchips vorkommen. Dazu Renate Frank: "Die bleiben lange Zeit im Blut und lagern sich an den Gefäßwänden ab." Um die Arterien gesund zu halten, gelte: Weniger Fett, mehr Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Honig, jeden Tag eine kleine Hand voll Nüsse, maximal vier Fleischmahlzeiten in der Woche.
Auch dem Hafer komme eine besondere Bedeutung zu, wusste die Expertin: Er senke den Cholesteringehalt, sei reich an B-Vitaminen und sorge letztlich sogar für gute Laune. Kinder könne man mit fantasievollen Namen wie "Starkmacher-Schnitte", "Fischauflauf Tom und Jerry", "Gemüsemuffins" oder "Fitburger" zum Essen locken.
Zum Abschluss konnte Renate Frank noch mit einem besonders leckeren Tipp aufwarten: "Blaubeeren mit Honig halten die Gefäße elastisch."
Die Ernährungswissenschaftlerin machten den Landfrauen schließlich Mut zu kleinen Veränderungen. Was etwa die Venen angehe, hätten besonders Frauen Probleme mit Ödemen, Juckreiz und Schmerzen. Der Rat: "Hier helfen kalt-warme Fußbäder, nasse Baumwollsocken unter Wollsocken im Bett, Kneippsche Wechselgüsse und viel Bewegung." Alles in allem gelte es, die Grundlagen für eine gesundheitsfördernde Ernährung und Lebensweise neu zu entdecken.