SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Die neue Sporthalle in Hülsede, die nach bislang vorliegendem Zeitfenster bis Spätherbst des nächsten Jahres bezugsfertig sein kann, soll "funktional und zukunftsgerecht" ausgerichtet sein. Der Hülseder Egbert Gelfert, der die Pläne ehrenamtlich ausgearbeitet hat und auch die Bauleitung übernehmen wird, hat seine Konzeption im Ausschuss für Bau, Planungs- und Umweltangelegenheiten der Samtgemeinde Rodenberg vorgestellt. Um die Baukosten zu verringern, sollen die Sportler tüchtig mit anpacken. Dieses ehrenamtliche Engagement zahle sich nicht nur in der Endabrechnung für die Baukosten aus. Weil sich die Helfer durch die aktive Mitarbeit mehr für die Halle verantwortlich fühlen, sei auch ein anderer Umgang mit dem Gebäude zu bemerken.
"Dort, wo viel Eigenleistung aufgebracht wird, verspürt man in der Dorfbevölkerung eine viel größere Verantwortung für die Sporthalle", hat Egbert Gelfert bei Besichtigungen ähnlicher Objekte in der näheren und weiteren Umgebung erfahren. Er sieht durch den Hallenneubau auch eine Aufwertung der Infrastruktur des Sportes. So könnten neue Sportarten in das Angebot eines Vereins aufgenommen werden. Profitieren werden von der geplanten Halle auch Sportler aus Pohle, denen dort Hallenzeiten eingeräumt werden sollen.
Die "bedarfsgerechte und zukunftsorientierte" Planung sieht vor, dass Ehrenamtliche umfassende Eigenleistungen im Gegenwert von rund 50 000 Euro erbringen. Bei Gesprächen mit heimischen Firmen hat er bereits "abgeklopft", wie diese die handwerklich qualifizierten Personen aus der Reihe der "Ehrenamtlichen" mit in die Arbeiten einbeziehen könnten. Im März 2010 könnten die Arbeiten starten, im Spätherbst 2010 könnte die Halle für den Spiel- und Übungsbetrieb freigegeben werden.
Seine Pläne geben den Bau einer 20 mal 30 Meter großen Halle vor. Davor hat Gelfert, seines Zeichens Bautechniker, einen zweigeschossigen Wirtschaftstrakt eingeplant. Weil dessen Giebelseite hin zur St. Ägidienkirche weist, müsse die Gestaltung aufwendiger ausfallen. Die Pläne sehen eine Klinkerfassade vor. Um die Mehrkosten in Höhe von 34 000 Euro bewältigen zu können, unterstreicht Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann die Notwendigkeit, die Gemeinde Hülsede mit ins Boot zu holen. Die Samtgemeinde will sich den Neubau 600 000 Euro kosten lassen. Der Verwaltungschef verwies auf besondere Eckpunkte bei der Wasserversorgung und der Beheizung. So soll das Wasser mittels Solartechnik erhitzt werden und für die Fußbodenheizung soll eine effiziente Luft-Wärmepumpe installiert werden.