BÜCKEBURG (we). Schaumburgs Fußballoberligist VfL Bückeburg erwartet am Sonntag um 15 Uhr hochkarätigen Besuch aus dem hohen Norden. Um 15 Uhr läuft im Jahnstadion der letztjährige Drittligist Kickers Emden auf, der jüngst Aufsteiger Bavenstedt mit 4:1 bezwungen hat und mit dreizehn Zählern auf dem achten Ring liegt. Die Gäste haben aus den letzten vier Spielen zehn Punkte erbeutet und scheinen sich allmählich als Vorjahresabsteiger an die neue Umgebung gewöhnt zu haben.
Der VfL wartet als Tabellenvorletzter nach der jüngsten 0:3-Niederlage beim Spitzenreiter in Havelse weiterhin auf den ersten Saisonsieg, resigniert nach den Worten seines engagierten Trainers Timo Nottebrock aber keineswegs: "Wir wollen auf die gute Leistung in Havelse gezielt aufbauen und im Torabschluss endlich sicherer werden." Das bedeutet auch, dass die Grünhemden gegen die routinierten Gäste durchaus offensivfreudiger ausgerichtet sein werden. Die große Frage aber wird auch sein, wie die VfL-Kicker das besondere Highlight vom gestrigen Abend kräftemäßig verdaut haben. Gestern gab es im freundschaftlichen Test den Leckerbissen gegen die Profis von Hannover 96 (das Ergebnis lag bei Redationsschluss noch nicht vor). "Wichtig wird sein, dass uns jetzt problemlos die Umstellung in den Fußballalltag
klappt", unterstreicht Coach Nottebrock, der sich aber sicher ist, dass seine Mannschaft auf die Partie gegen Kickers Emden vor Ehrgeiz brennen wird. Allerdings müssen die Gastgeber gegenwärtig mit einer Verletzungsmisere, die natürlich zusätzlich belastet, leben. So müssen insbesondere mit Werner und Prange wichtige Akteure aus der letztjährigen Viererkette ersetzt werden.
Losgelöst von dieser Belastung wurde unter der Woche das Training nochmals intensiviert. "Die Jungs ziehen bedinungslos mit", freut sich Nottebrock und ergänzt: "Das schweisst natürlich noch enger zusammen. Wir wollen auf jeden Fall den ersten Oberligasieg einfahren." Verwundbar sin die Gäste von der Waterkant sicher nicht. Schließlich haben sie schon dreimal das Nachsehen gehabt. Herausragende Akteure bei ihnen sind die Routiniers Rizzo (ehemals VfB Oldenburg), Wurpts (Torjäger aus Meppen) und Banecki als überragender Abwehrchef. Doch auch von vermeintlich großen Namen will sich der VfL nicht blenden oder beeindrucken lassen, sondern couragiert und wagemutig die 90 Minuten angehen.