1. Mit Volldampf zum ersten Heimsieg

    Hannover 96 braucht zwingend gegen Aufsteiger SC Freiburg drei Punkte

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    HANNOVER (ro). Die Schonfrist ist vorbei. Guter Mannschaftsgeist, überraschende Offensivqualitäten und kämpferischer Einsatz müssen jetzt in einen Heimsieg münden. Ansonsten sind die zuletzt gezeigten Qualitätssteigerungen unnütze Zwischennoten. In der rauhen Realität der Bundesliga zählt letztlich nur der Blick auf die Tabelle. Langfristige Perspektiven zu entwickeln steht in diesem kurzweiligen Geschäft nicht auf der Tagesordnung, wie auch die letzten Trainerentlassungen zeigen. Trainer Andreas Bergmann muss nun mit Hannover 96 die wichtigen Punkte gegen den Aufsteiger SC Freiburg einfahren. Wichtig, damit der Blick nicht in die Niederungen der Tabelle geht, sondern in Ruhe im unteren Mittelfeld weitergearbeitet werden kann. Sicher ist die missliche personelle Lage für dieses Bestreben nicht gerade förderlich.

    Der Vorschuss zehrt sich auf: Trainer Andreas Bergmann und sein Team müssen jetzt mit Punkten überzeugen.

    Da wirkte es wie eine Zeitbombe, als sich auch noch Florian Fromlowitz bei einer Abwehraktion zwischen den Pfosten verletzte. Die Muskelbeschwerden im Halswirbelbereich, die zum Trainingsabbruch am Dienstag geführt hatten, sollen nicht so schlimm sein, als das ein Ausfall des 23-Jährigen befürchtet werden müsste.

    Sein Einsatz am Sonnabend ist nicht fraglich. Die Liste der angeschlagenen Spieler ist aber noch lang genug. Noch kein Thema für das Spiel gegen die Breisgauer sind dagegen Mike Hanke (nach Mandel-OP) und Mario Eggimann (Bandscheibenwölbung). Zusammen mit dem Langzeitverletzten Jan Schlaudraff absolvierte das Duo eine Laufeinheit. Zudem fehlen neben Andi Bergmann zurzeit auch noch Leon Andreasen (Leistenprobleme), Vinicius (nach Bandscheiben-OP), Altin Lala (Rückenprobleme) und Mikael Forssell (Bänderriss). Einzige Lichtblicke: Nicht nur Kapitän Robert Enke hat wieder mit dem Mannschaftstraining begonnen, auch Sergio Pinto ist nach langer Pause wieder dabei. Auch bei anderen Sorgenkindern zeigt der Pfeil nach oben. "Ein gutes Gefühl" war es für 96-Kapitän und Nationalkeeper Robert Enke, nach mehr als drei Wochen am gestrigen Dienstag erstmals wieder auf dem Trainingsplatz zu stehen und den ein oder anderen Ball zu halten. Wann der 32-Jährige wieder in den Punktspielbetrieb einsteigen kann, muss noch abgewartet werden. Die Campylobakter-Infektion wird noch bis zum Ende dieser Woche mit Antibiotika bekämpft. "Ein erster kleiner Schritt" hin zur Rückkehr zur alten Leistungsstärke sei nun jedoch getan.

    Einige angeschlagene Akteure sind ebenfalls am Mittwoch bereits wieder auf der MKA in Aktion gewesen. Somit dürften die Einsätze von Spielmacher Arnold Bruggink (nach Oberschenkelproblemen) und Christian Schulz (nach Rückenproblemen) nicht gefährdet sein – ebenso wie jene von Konstantin Rausch und Sofian Chahed, die nach Erkältung ab Donnerstag wieder trainieren sollen. Mit Sergio Pinto drängt eine flexibel einsatzbare Alternative zurück in den Kader. Für das Spiel am Sonnabend, 15.30 Uhr, in der AWD-Arena stehen somit Trainer Andreas Bergmann eventuell mehr Alternativen zur Verfügung. Auch wenn die Ergebnisse anderes vermuten lassen: Mit der Offensive des SC Freiburg war Robin Dutt in allen Bundesligapartien bisher zufrieden. Selbst beim 0:5 gegen Leverkusen hatte sich das Team gute Torchancen erarbeitet. Allerdings fehlte mit Jonathan Jäger einer der wichtigsten Offensivspieler wegen Verletzung. Fällt Bastians (Adduktorenzerrung) ebenfalls aus, ist Barth eine Alternative.

    Zweimal empfing Hannover den SC Freiburg bisher in der Bundesliga. 2004/05 endete es 2:2, in der Saison 2003/04 siegten die 96er 3:0. Hannover konnte die letzten fünf Heimspiele nicht siegen, Freiburg gewann zuletzt zwei Auswärtsspiele ohne Gegentor. Beide Serien sollen nun aus Sicht der Roten reißen.

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