1. Offensive 96-Fehler kosten die Punkte 2:4-Niederlage beim Meister VfL Wolfsburg

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    HANNOVER (ro). Sie kicken munter mit, ernten durchaus Respekt von den Gegnern - ja selbst die eigenen Fans murren nicht. Noch nicht. Trainer Andreas Bergmann zeigte sich mit "Leistung und Einsatz zufrieden." Nach der 2:4-Niederlage beim VfL Wolfsburg darf sich der Blick auf die Tabelle durch Zufriedenheit allerdings nicht trüben. Nur zwei Punkte trennen Hannover 96 von einem Abstiegsplatz. "Wir sind uns bewusst, dass es keine einfach Situation ist", so Bergmann. Die Bedeutung der nächsten Begegnung ist zweifelsfrei: Im Heimspiel gegen den SC Freiburg muss ein Dreier her. Jammern hilft angesichts der personellen Notlage mit zehn Verletzten nicht. Die Spieler rücken ins der Zwangslage zusammen. Gemeinsam stemmten sie sich bei den Wölfen immer wieder gegen die drohende Niederlage - sogar nach dem 2:4-Rückstand. Sie brachten den Meister vor 30 000 Zuschauern immer wieder in Nöte. Es entwickelte sich eine spannende Partie im ausverkauften Stadion mit sehr vielen Torsituationen. Es krankte bei 96 aber weiterhin an der Chancenverwertung. Zum 0:1 (8. Minute) zauberte Misimovic einen Freistoß aus 17 Metern unhaltbar für Florian Fromlowitz genau in den Winkel. Die Roten bleiben unbeeindruckt. Legten an Offensivqualitäten zu. Constant Djakpa prüfte den VfL-Keeper mit einem Flatterball und Didier Ya Konans Schuss verfehlte knapp das Wölfe-Gehäuse. Der Ausgleich lag förmlich in der Luft. Hanno Balitsch verwandelte eine schöne Jacek Krzynówek-Rechtsecke per Kopf zum 1:1 (18.)! Die Roten witterten die Anfälligkeit des Gegners. Eine tolle Aktion von Ya Konans ließ aufhorchen: Nach toller Ballannahme mit der Brust, drehte er sich am Strafraum und knallte volley das Leder nur knapp am Wölfe-Gehäuse vorbei (30.). Dazu scheiterte Krzynówek per Drehschuss (33.). Die Roten waren dem Führungstreffer näher als die favorisierten Eiskalt nutzen die Wölfe jedoch einen "Doppelfehler". Der folgenschwere Ballverlust Sofians brachte Dzeko in Position, der von links nach innen flankte. Der Abwehrversuch von Christian Schulz misslang, das Leder landete genau vor den Füßen Christian Gentners, der sich mit dem 2:1 bedankte, praktisch mit dem Pausenpfiff. Es kam noch bitterer. Direkt nach dem Wiederanpfiff ließ die 96-Defensive Dzeko im linken Halbfeld zu viel Raum. Die Flanke fand Makoto Hasebe, der das Leder freistehend per Hinterkopf ins rechte Toreck verlängerte zum 3:1 (48.). Die Roten taumelten dennoch nicht. Nur zwei Minuten später meldeten sie sich zurück. VfL-Verteidige Alexander Madlung half kräftig mit und bugsierte eine flache Flanke in die eigenen Maschen zum 2:3. Routiniert verwalteten die Hausherren danach die Führung. Die Entscheidung fiel in der 62. Minute: Edin Dzeko setzte sich im direkten Duell mit Haggui klar durch und lupfte das Leder über den erneut chancenlosen Fromlowitz zum 4:2. Mit zwei gefährliche Szenen blieben die Roten trotzdem weiter im Spiel. So scheiterte Jiri Stajner mit scharfem Schuss an toller Reaktion von Lenz (68.), dann servierte der Tscheche für Sofian, doch der Tunesier traf aus spitzem Winkel nur den rechten Außenpfosten (71.) Nach der Partie resümierte Karim Haggui treffend: "Die erste Halbzeit war von unserer Seite aus in Ordnung. Natürlich war das Gegentor kurz vor der Pause sehr unglücklich. Direkt nach der Pause fangen wir uns ein Tor und dann war es natürlich schwer, gegen so eine starke Mannschaft wie Wolfsburg wieder ins Spiel zurück zu kommen. Heute haben wir drei Punkte verloren, aber wir müssen weiter arbeiten und gegen Freiburg unbedingt ein Erfolgserlebnis einfahren."

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an