1. 67 neue Parkplätze sorgen für Entlastung

    Gemeinde Haste hofft auf Fertigstellung im Oktober

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    HASTE (pd). Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über Flächen oder Veränderungen sind oft langwierig und nicht selten von einigen Rückschlägen begleitet. Doch am Ende hat sich der "zähe Gesprächsprozess", wie Gemeindedirektor Heinrich Bremer die Qualität der Unterredungen über die Schaffung weiterer Parkplätze am Bahnhof nennt, doch gelohnt. Der Bau von weiteren 67 neuen Parkplätzen im P+R-Bereich soll im Oktober erledigt sein, hoffen Bremer und Hastes Bürgermeister Sigmar Sandmann. Die Gesamtkosten dafür beziffern beide mit 351 000 Euro, 39 000 Euro mehr als ursprünglich berechnet.

    Planer Guido Wolf (v.li.), Michael Heisch von der Baufirma, Gemeindedirektor Heinrich Bremer und Bürgermeister Sigmar Sandmann begutachten den Stand der Bauarbeiten an den neuen Parkplätzen im P+R-Bereich am Bahnhof Haste.

    Zurzeit entstehen parallel zum Bahngleis 31 weitere 42 Parkplätze und neben dem Bahnübergang an der Waldstraße weitere 25. Wenn diese fertig sind, stehen den Pendlern und anderen Zugfahrern mehr als 300 Parkplätze in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof zur Verfügung. Damit übernehme die Gemeinde Haste Verantwortung über ihre Grenzen hinaus, denn schließlich käme die Mehrheit der Pendler aus den Nachbargemeinden, stellt Sandmann bei einem Ortstermin heraus.

    Erste Überlegungen für die Schaffung weiterer Parkplätze habe es bereits 2007 gegeben, so Gemeindedirektor Bremer. Nicht nur der Ärger über die Nachlässigkeit seitens der Bahn bei der Pflege ihrer Flächen, auch der zunehmende Bedarf an Parkplätzen seien Gründe für die Gemeinde gewesen, neue Stellflächen in Eigenregie zu schaffen. Allerdings habe man in den Folgemonaten vom Plan abrücken müssen, insgesamt drei neue Abschnitte zu erstellen. Die ursprünglich an der Straße "Am Forsthaus" geplanten 47 Stellflächen sind gestrichen worden. Die Gemeinde hat das Areal zum Preis von 1800 Euro aber dennoch gekauft und wird es demnächst einzäunen.

    Der Grundsatzbeschluss für den Bau der zwei Parkplatz-Flächen wurde im Mai 2008 vom Gemeinderat gefasst. Nahezu zeitgleich sind Zuschussanträge gestellt worden. "Dann bereitete der Gestattungsvertrag mit der Bahn Probleme", erinnert sich Bremer. Die Bahn vermutete betriebsnotwendige Einrichtungen in den Bereichen, die für die Parkplätze benötigt wurden. Doch bei einem Ortstermin im September 2008 stellte sich heraus, dass im Bahnsteig lediglich Reste der Verkabelung für die Beleuchtung lagen, die aber nicht mehr benötigt wurden. Unklar blieb auch lange Zeit, wer für die Baugenehmigung zuständig wäre. Am Ende reichte die kurze Mitteilung, dass keine Baugenehmigung erteilt werden müsse und allein der Gestattungsvertrag reiche. Damit nicht genug der Aufregungen: Aus Sicherheitsgründen mussten mitten in der Bauphase die Betonwinkel zum Gleis 31 hin erhöht werden. Guido Wolf vom Planungsbüro erläuterte weitere Einzelheiten dazu und ging auch auf die Mehrkosten ein, die diese zusätzlichen Arbeiten und Materialien verursacht haben. "Diese Mehrkosten sind aber auch förderfähig", ergänzte Bremer dazu. Überhaupt sei die Notwendigkeit einer Aufstockung der Parkplätze von den Zustimmungsbehörden nie in Frage gestellt worden. Er lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG). Mit Blick auf das nahe Ende der Bauarbeiten stellte auch Michael Heisch von der Baufirma Rasche fest, dass alles planmäßig laufen würde. Die LVNG gewährt der Gemeinde Haste für die Maßnahme einen Zuschuss in Höhe von 232 500 Euro, 83 500 Euro kommen vom Landkreis. Die Gemeinde hat am Ende 35 000 Euro zu zahlen, also zehn Prozent der Gesamtkosten. Foto:pd.

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