HANNOVER (ro). Konzentration und Einsatzwille sind förmlich greifbar beim Training von Hannover 96. Es geht zur Sache. Da bleiben Blessuren nicht aus. Am Mittwoch gab es gleich mehrere Schrecksekunden: Constant Djakpa knickte bei der Einheit am Vormittag unglücklich um und musste den Platz nach längerer Behandlung humpelnd verlassen. Nachmittags traf es es dann auch Landsmann Ya Konan. Wenig später musste Steven Cherundolo das Training abbrechen. Der Grund: Knieprobleme nach einem Zweikampf mit Jan Rosenthal. Die Gefahr eines Ausfalls für die Wolfsburgpartie scheint aus Sicht von Trainer Andreas Bergmann allerdings nicht gegeben. Zum Glück: Es stehen sowieso keine großen personellen Alternativen zur Verfügung stehe. Mit Jacek Krzynówek und Jan Rosenthal warten zwei 96er auf ihren Einsatz in der Stammelf. Das Derby am Sonnabend, 15.30 Uhr, in der Volkswagen-Arena sieht der 96-Coach als eine Top-Herausforderung.
VfL Wolfsburg:
Hannover 96:
Die Leistungsstärke des amtierenden Meisters liegt klar in der Offensivkraft. Die Einstellung darauf ist für Bergmann der Weg zum Erfolg. "Es wird spannend”, so Bergmann, " zu sehen wie die Verteidiger darauf reagieren". Die Roten wollen aber nicht nur gegen die Bälle arbeiten. In Erinnerung an die Werder-Partie will das Team auch offensive Aktionen starten. "Die erste Halbzeit gegen Dortmund haben wir nicht das gespielt, war wir können", wertete Bergmann. Der Coach will frischen Wind gegen den hohen Favoriten sehen. Gerade den wiedergenesenen Jan Rosenthal sieht er dabei als "belebendes Moment". Die Sturmreihe soll die Chance suchen.
In dieser Hinischt gaben die Wölfe am Mittwoch im verlorenen Pokalspiel gegen den 1. FC Köln besten Anschauungsunterricht. Chancen erarbeiteten dabei Grafite, Dzeko und Misimovic reihenweise. Die Zweikämpfe gegen dieses Trio dürften zu den Schlüsselszenen des Spieles avancieren.
Es rumort ein klein wenig bei den Wölfen. Grund ist der nur durchwachsene Saisonstart. Zwei Siegen gegen den VFB Stuttgart und den 1. FC Köln folgten deutliche Niederlagen gegen Hamburg, Bayern und Leverkusen. Nur auf Tabellenplatz neun rangiert das Team. Trotz des wichtigen Dreiers auf Schalke, nur drei Plätze vor den 96ern. "Bei Wolfsburg läuft noch nicht alles rund", so Bergmann. "Die Wölfe kassieren zurzeit viele Gegentore und lassen viele Chancen zu. Auch wir werden versuchen das zu nutzen."
Fehlen wird bei den Wölfen Torhüter Diego Benaglio. Seine Sperre von zwei Spielen aufgrund seiner Roten Karte im Spiel gegen Leverkusen ist noch nicht abgesessen. Wie schon zuletzt auf Schalke wird André Lenz für die Wölfe zwischen den Pfosten stehen. So könnten die Teams auflaufen:
Lenz – Riether, Madlung, Barzagli, M. Schäfer – Josué – Hasebe, Gentner, - Misimovic – Grafite, Dzeko.
Fromlowitz – Cherundolo, Haggui, C. Schulz, Rausch – Balitsch – Chahed (Rosenthal), Djakpa – Bruggink – Stajner, Ya Konan.
Eine Notiz am Rande: In der Länderspielpause wird Hannover 96 am Freitag, 9. Oktober, um 19 Uhr, beim VfL Bückeburg auflaufen.
Die Mannschaft aus dem Jahnstadion belegt momentan in der Oberliga Niedersachsen West einen der hinteren Ränge, wird jedoch hoch motiviert ins Duell mit 96 gehen.