BAD NENNDORF (ih). Im Streit um den fehlenden Zebrastreifen an der Rodenberger Allee hat sich Bürgermeister Bernd Reese jüngst gemeldet. Er bittet die Nenndorfer für die Übergangszeit, bis die Sanierungsarbeiten endgültig abgeschlossen sind, auf den Fußgängerüberweg an den Tennisplätzen zurückzugreifen. Etwa 50 Schritte seien es bis dorthin, so Reese.
Gleichzeitig richtete er auch einen Appell an die Autofahrer, sich an die Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde zu halten. Die Bauphase sei für Anwohner wie Verkehrsteilnehmer sehr belastend, so Reese. Die Rodenberger Allee ist eine der am stärksten frequentierten Straßen der Kurstadt. Die Markierungsarbeiten habe die Kommune an einen externen Unternehmer gegeben. Doch ein Ende insgesamt sei in Sicht. "Wir hoffen, dass alles Ende Oktober fertig ist," so Reese. Auf der gesamten Rodenberger Allee seien zwei Querungshilfen bereits fertig. Eine weitere werde zusätzlich neu angelegt.
In der vergangenen Woche hatten Winfried Spieker und Christopher Bock mit einem offenen Brief auf die Situation am derzeit inaktiven Fußgängerüberweg am Beginn der Rodenberger Allee hingewiesen (wir berichteten). Darin forderten sie: "Der Zebrastreifen muss schnell her! Bevor es zu einem Unfall kommt." Spieker und Bock seien der Meinung gewesen, dass ein Stadtdirektor kraft seines Amtes die Beseitigung dieser Gefahrenstelle kurzerhand anordnen könne, das hieße unverzüglich fünf Streifen auf die Straße malen zu lassen.
Bernd Reese nahm die inhaltliche Kritik sehr Ernst. Befremdlich jedoch reagierte er auf den "offenen Brief" als solchen. Dieser sei bisher nicht im Rathaus eingegangen. Auch ihm liege es am Herzen, diese Baustelle abzuschließen. Es sei aber ein bischen mehr, als fünf weiße Striche auf die Fahrbahn zu malen, so Reese. Bis die Baumaßnahme abgeschlossen ist, bittet der Bürgermeister alle um Rücksichtnahme. Jeder Verkehrsteilnehmer sei für seine Sicherheit verantwortlich, so Reese. Die Nenndorfer Bürger sollten auch Ortsunkundige auf die Ausweichmöglichkeit an den Tennisplätzen hinweisen, um brenzlige Situationen am derzeit fehlenden Zebrastreifen an der Rodenberger Allee zu vermeiden. Foto: ih