1. Beim dem Thema "Sporthallen" noch nicht auf einer Linie

    "Aktive Demokraten" und FDP sehen noch Gesprächsbedarf / Thema Montag im Fachausschuss

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    SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Das Thema "Sporthallen" beschäftigt die politischen Gremien in der Stadt Rodenberg und in der Samtgemeinde. Klare Position zum Bau einer einfachen Ballsporthalle in Algesdorf hat vor einigen Tagen der Rodenberger SPD-Vorsitzende Hans-Dieter Brand bezogen. Für die "Aktiven Demokraten" stehen dagegen noch viele Fragen offen und auch der FDP-Ratsherr und Vorsitzende Ignaz Stegmiller warnt vor allzu schnellen Entscheidungen.

    In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Planung und Umweltschutz der Samtgemeinde Rodenberg am kommenden Montag, 28. September, wird die Verwaltung die Pläne für die "Zweckbauten" in Hülsede und Algesdorf vorstellen. Was mit der Kreishalle Am Jagdgarten passiert und ob und wann der Landkreis Schaumburg eine neue Halle in Rodenberg baut, steht noch nicht fest. Weil es dafür nun doch keine Zuschüsse aus dem Konjunkturprogramm geben wird, werden erst die demnächst anstehenden Etatberatungen im Kreishaus wohl eine Entscheidung bringen.

    Wie berichtet, plant die Samtgemeinde Rodenberg den Bau einer Ballsporthalle in Algesdorf und einer in Hülsede, die auch von Pohle mitgenutzt werden soll.

    Die Samtgemeinde wird diese Vorhaben mit jeweils 600 000 Euro finanzieren. Die SPD spricht sich laut Brand ganz klar für die Halle in Algesdorf aus. "Viele Sportler müssen auf andere Trainingsstätten ausweichen, die bestehenden Hallen sind mehr als voll", erklärt Brand in einem Pressegespräch. Der Plan mit der Halle in Algesdorf habe "Zukunftscharakter". Der TSV Algesdorf und die SG Rodenberg sollen sich in Zukunft um "ihre" Hallen kümmern.

    Bei einer möglichen Sanierung der Kreissporthalle Am Jagdgarten durch die Samtgemeinde müsse die Stadt "mit ins Boot genommen werden". Für die Betriebskosten müsse die Samtgemeinde einstehen, gekoppelt mit der Forderung an die Vereine, sich um den laufenden Betrieb und kleinere Instandsetzungsarbeiten selber zu kümmern.

    Die "Aktiven Demokraten" haben Zweifel, ob eine Auslastung von vier Sporthallen in der Stadt Rodenberg auch unter Berücksichtigung der zu erwartenden demographischen Entwicklung tatsächlich dauerhaft gewährleistet ist.

    Auch die Mehrkosten bei der Sporthallenunterhaltung müssten genau beziffert werden, bevor die Gruppe sich zu einer Entscheidung durchringen kann, so Matthias Schellhaus, Volker Dahle und Sebastian Klein in einem Pressegespräch. Die drei wundern sich darüber, dass ursprüngliche Pläne von einer Multi-Funktionshalle offensichtlich "ganz vom Tisch sind". "Das will der Samtgemeindebürgermeister nicht, weil es dann eine Konkurrenz zu Sälen und Flächen in Lauenau geben würde", so die Mutmaßung von Schellhaus. In die Schublade der "Sporthallen-Gegner" möchten sich die drei aber nicht stecken lassen. Sie haben allerdings auch noch Fragen in Bezug auf die Zukunft der Halle Am Jagdgarten. "Wer saniert die und zu welchem Preis?" so die "Aktiven Demokraten".

    Ignaz Stegmiller ärgert sich über die Aussagen von Brand, dass auch die FDP mit den Plänen für neue Hallen in Hülsede und Algesdorf einverstanden sei. "Wir wollen nach wie vor eine Dreifeldhalle", so Stegmiller. Die sei vor Jahren auch von allen gefordert worden, erinnert der Liberale.

    Die FDP sei gegen die Übernahme der alten Kreissporthalle am Jagdgarten und gegen den Bau in Algesdorf. Die Entscheidungen dafür seien nicht demokratisch gelaufen, prangert Stegmiller an und sieht weiteren Gesprächsbedarf, auch mit den Mandatsträgern im Kreistag.

    Samtgemeindebürgermeister Heilmann sieht überhaupt keine Veranlassung, von den Plänen für den Bau einer Einfeldhalle in Algesdorf abzuweichen. Der Bau werde auch für die SGR die dringend benötigte Entlastung bringen. Die Pläne, in Rodenberg eine Dreifeldhalle zu bauen, wären noch nicht vom Tisch. Eine Kostenbeteiligung zu einem Drittel sieht Heilmann als mögliche Option. Dann würde die sanierungsbedürftige Halle Am Jagdgarten abgerissen werden. "Egal, was der Landkreis sagt, wir machen da mit", bekräftigt Heilmann.

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