RINTELN (ste). Die T-Shirts mit dem Aufdruck "Badestrandbewacher" sind klatschnass, die Arme in die Luft gestreckt, ein frenetischer Jubel kommt aus dem Boot mit Akteuren der Rintelner DLRG: "So sehen Sieger aus", heißt es, als das Finalrennen des ersten Rintelner Drachenbootrennens gelaufen sind und dafür haben die Amateure sich mächtig ins Zeug gelegt und in einem Rennen sogar eine Zeit hingelegt, die in den Profibereich gehörte. "Wir bedanken uns bei den Organisatoren des Rennens, bei unseren Steuerleuten, bei Trommlerin Alicia und allen Zuschauern mit einem dreifachen Bay-Watch", schmetterte Team-Chef und DLRG-Vorsitzender Frank Rosendahl über das Wasser und dann gönnte sich die wassersportbegeisterte Crew erst einmal eine Auszeit am Bierstand.
Das erste Rintelner Drachenbootrennen ist gelaufen und das Fazit, dass Paul-E. Mense als Organisationsleiter aus den Reihen des Rintelner Carnevals Verein ziehen konnte, war mehr als positiv. "Die Besucher ließen uns nicht im Stich, die 20 Bootsbesatzungen waren gut drauf und ist gehe davon aus, dass wir im nächsten Jahr noch einen draufsetzen werden!"
Mense denkt an 30 Mannschaften und eine noch straffere Organisation. Visionen, die durchaus realistisch sind, denn aus den Booten heraus war zu hören, dass man sich bereits nach dem Rennen für das kommende Jahr rüsten will: "Unsere Koordination und Synchronisation muss einfach besser werden", nahmen sich beispielsweise die Feuerwehrleute und Germanen vor, die von einer Abordnung der Rintelner Polizei untersützt wurden.
Spaß hat‘s gemacht, das erste Drachenbootrennen in Rinteln. Entlang der Weser schauten zahlreiche Besucher dem bunten Treiben auf der Weser zu und Moderator Ulrich Reineking ließ seine Kommentare von einem Logenplatz auf der Weserbrücke erschallen. Die war übrigens auf der Gehweg-Ostseite gesperrt, was zu brenzligen Situationen auf der Westseite führte, die plötzlich den kompletten Fußgänger- und Fahrradverkehr (alle sollten absteigen!) aufnehmen musste. Viele Radler blieben da einfach auf der dicht besetzten Fahrbahn der Brücke. Die Stadt hatte bei ihrer Sperrung Angst, dass zu viele Menschen zu stark gegen das Geländer der Weserbrücke drücken und das der Belastung nicht standhält.
In den 20 teilnehmendne Booten herrschte vor jedem Duell gespannte Konzentration, denn nicht nur die Stärke der Schläge sind für einen Sieg entscheidend, sondern insbesondere die Gleichförmigkeit des Taktes, für die der Steuermann und der Trommler/die Trommlerin mit ihrer Taktvorgabe sorgen sollen.
Und der Takt war mal mehr, mal weniger gut. Zeiten von 1:04 bis 1:18 wurden auf den 330 Metern stromabwärts gefahren, die zwei Rennen wurden dann addiert.
Die sechs besten Mannschaften der Fun-Klasse kamen dann ins Finale.
Am Ende konnte sich dann folgende Wertung ergeben (von Platz 16 bis Platz 1):
Burghofklinik, Paddelpiraten, Narrenschiff, BSG Ernestinum, Green Dragon AOK, Cheruskers Blaulichttruppen, Union Todenmann, Reben Dragon Minden, Red Devils RKC, WSV Rinteln, Fit & Aktiv Dragons, Neptun Valdorf, Tiefzieher Stüken, S-Dragons Schaumburg, TSK Dragons und DLRG "Badestrandbewacher".
In der Profi-Klasse setzten sich die Canoe-Rats aus Hameln durch gegen Schwenker Dragons, Diakonie Dragons und Nimbus 2004.
Franz-Josef Stöckl vom Rintelner Carnevals Verein dankte seinen starken Wassersport-Partnern, die sich als Helfer aktiv an der Durchführung beteiligten und natürlich der Rennleitung um Peter Wanek aus Minden, der mit seinem Know-How die Veranstaltung erst ermöglichte. Foto: ste