1. Auweia, der Zahn ist raus

    Sieben Tipps im Umgang mit ausgeschlagenen und verletzten Zähnen OBERNKIRCHEN (nb). Ein Sturz oder eine kleine Rangelei und schon ist es passiert: Der Zahn ist raus. Wenn Kindern nach dem Spielen und Toben plötzlich ein Stück Zahn oder gar ein ganzer fehlt, ist die Panik bei Eltern und Erziehern groß. Doch noch ist nichts verloren. Alle Eltern sollten sich mit dem Umgang vertraut machen. Viele Kindertagesstätten und öffentliche Einrichtungen in der Bergstadt bereiten sich zur Zeit über Infoveranstaltungen auf den "Ernstfall" vor. Wichtig ist in dieser Situation, Ruhe zu bewahren und den Zahn durch das Beachten folgender Punkte bestmöglich zu versorgen. Besonnenes Handeln und eine Zahnrettungsbox sind dabei die Grundvoraussetzungen und verbessern seine Überlebenschancen erheblich.

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    1. Den ausgeschlagenen Zahn und sämtliche Bruchstücke sofort suchen. Ist der Zahn nur teilweise ausgeschlagen oder hat sich gelockert, diesen unbedingt im Kiefer belassen.

    2. Den Zahn stets feucht halten. Schon nach 15 Minuten beginnen die Zahnwurzelzellen abzusterben und die Rettungschancen werden geringer.

    3. Beim Aufheben niemals an der Wurzelseite berühren, nur die Krone darf angefasst werden.

    4. Den Zahn dann in eine "Zahnrettungsbox" legen. Diese enthält eine Nährlösung, die die Wurzelzellen bis zu zwei Tage am Leben hält. Diese sind wichtig, damit der Zahn wieder einwachsen kann. Ist keine Zahnrettungsbox greifbar, zum vorübergehenden Feuchthalten sterile Milch/Kaffeesahne benutzen - bis zum Erreichen der nächsten Zahnbox oder einer Zahnarztpraxis. Auch Frischhaltefolie kann wenige Minuten das Austrocknen verhindern. Völlig ungeeignet sind Speichel und Wasser.

    5. Den Zahn nicht säubern oder desinfizieren.

    6. So schnell wie möglich den Zahnarzt aufsuchen. Dort können ausgeschlagene Zähne wiedereingesetzt und Bruchstücke mit Kunststoff an den verbliebenen Zahn geklebt werden.

    7. Auch einen Milchzahn-Unfall ärztlich abklären. Der bleibende Zahn könnte dennoch verletzt worden sein.

    Neben der "Ersten Hilfe" ist auch die Dokumentation des Zahnunfalls wichtig, um sich für Behandlungskosten und Spätfolgen abzusichern. Die erste Kontaktaufnahme sollte mit der Gemeinde-Unfallversicherung erfolgen. Um Zahnunfälle schon vorab zu verhindern, rät Zahnärztin Doktor Elisabeth Hesse zu einem auf den Kiefer angepassten Mundschutz, gerade beim Betreiben gefährlicher Sportarten. Ausführliche Informationen zum Thema unter www.zahnunfall.de. Foto:nb

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