RINTELN (ste). Der TOP "Bauleitplanung im Bereich Ellerburg" hatte auf dem Papier so gar keine Brisanz mehr, sollte doch lediglich ein alter Ratsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans (der Rat wollte dort eine Vorrangfläche für Windenergieanlagen ausweisen) zurückgenommen werden. Ursula Helmhold von den Grünen wollte es sich aber nicht nehmen lassen, den "Juristen im Rat" noch einmal die Leviten zu lesen: "Sie haben einen Prozess provoziert, der in einer peinlichen Nummer endete und jetzt zurückgenommen werden muss!" Das habe nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Geld gekostet: "Dafür hätten Sie locker zwei schöne Feuerwehrautos kaufen oder jahrelang Licht ins städtische Nachtdunkel bringen können!" Von "...versenkten Steuergeldern" sprach Helmhold und mahnte für künftige Entscheidungen "...Vernunft vor Populismus" an.
Das rief natürlich Heinrich Sasse von der WGS als einer der drei "Juristen" im Rat auf den Plan. Es sei nicht unverantwortlich gewesen, diesen Weg zu gehen, sondern ein gut gemeinter Versuch das schöne Wesertal frei zu halten von Monster-Windanlagen: "Wenn Sie vor ihrer Tür ein solches Windkraftwerk hätten, wäre ihre Meinung über diesen Irrsinn vielleicht auch anders!"