TODENMANN (lj). Was im Boulesport alles möglich ist, das unterstrich jetzt das Finale im Kirschendorf. Vor großem Publikum wurde in der Geschichte des Droste-Pokals ein neues Kapitel aufgeschlagen - und zwar in doppelter Hinsicht. Zum einen gewann erstmals ein Ehepaar, nämlich Nicole und Lothar Dohm, das Triplette-Turnier und zum anderen siegten Fairness und Sportsgeist. Bei dem zweiten Sieger handelte es sich um "Red Boule”, denn diesem Team gebührt wegen seiner sportmännischen Einstellung ganz klar der Fairplay-Pokal.
Bei diesem Wettbewerb hatten sich vier Teams für den Finaltag qualifiziert. Haushoher Favorit waren die "Schweinchenjäger”. Das erste Halbfinale lautete "All in” gegen die Favoriten. Bei diesem spannenden Halbfinale schaffte es das Team um Helmut Zinser nicht, nach dem zwölften Punkt "den Sack zu zumachen” und schon war die Niederlage besiegelt. Der Finalgegner der "Schweinchenjäger" wurde dann im Spiel "Red Boule” gegen "Klarsicht” ermittelt. Markus Rinne, Dietmar Rösener, Fritz Thürnau und Frank Röckemann kamen gegen "Klarsicht” nicht nennenswert in Gefahr und zogen mit 13:6 ins Finale ein. Doch vor dem Endspiel erlebte das Publikum im Spiel um den dritten Platz einen Boule-Krimi. "Klarsicht” siegte mit 13:10. Getuschel dann vor dem Finale: Das schwere Handicap der Favoriten "Schweinchenjäger" machte schnell die Runde. "Red Boule” sahen das gelassen und gestatteten das Spiel mit sechs Kugeln. Eine mehr als faire Geste. Am Ende konnten sich Dohms mit 13:12 durchsetzen. Unter herzlichem Applaus nahmen Nicole und Lother Dohm die Glückwünsche von "Red Boule” entgegen. Der erste Kommentar der überglücklichen Gewinner: "Wir wollten trotz des Handicaps unbedingt spielen, um die Zuschauer nicht zu enttäuschen.” Foto privat