RINTELN (km). Nach seiner Ausgliederung aus dem Heimatbund der Grafschaft Schaumburg will der neu gegründete "Arbeitskreis Denkmalschutz Rinteln" jetzt richtig aktiv werden. Bei der Gründungsversammlung wählten 14 Mitglieder zunächst ihren ersten Vorstand, dem neben dem Vorsitzenden Dr. Alexander Lattermann und seinem Stellvertreter Jürgen Traub noch Dr. Friederike Kästing (Schriftführerin), Werner Zimmermann (Pressesprecher) und Hermann Lend (Schatzmeister) angehören.
Werner Zimmermann, Jürgen Traub, Dr. Friederike Kästing, Dr. Alexander Lattermann und Hermann Lend (von links) bilden den ersten Vorstand
Seine jüngsten Erfahrungen, verbunden mit der Enttäuschung über die mangelnde Anerkennung für sein Engagement seitens des Heimatbundes, hat der Arbeitskreis bereits in seiner neuen Satzung aufgearbeitet. Darin ist vor allem, wie Dr. Alexander Lattermann verdeutlichte, "absolute Offenheit" vorgesehen: Alle Sitzungen, Veranstaltungen und Protokolle sollen für jedermann zugänglich sein - auch für Nichtmitglieder.
"Wir sind kein abgeschotteter Verein," konkretisierte Werner Zimmermann, "und wir haben keine Geheimnisse". Und Dr. Alexander Lattermann unterstrich, dass der Arbeitskreis nach seinen jüngsten Erfahrungen mit dem Heimatbund "besonderen Wert auf demokratische Grundlagen" lege. So soll auch dem noch zu gründenden Beirat erweiterte Kompetenz eingeräumt werden: Über die beratende Tätigkeit hinaus sollen die Beisitzer den Verein auch mit Eigeninitiative unterstützen.
Besonders wies Dr. Alexander Lattermann darauf hin, dass die "Gräben zwischen dem Heimatbund und uns" in absehbarer Zukunft "zugeschüttet" werden sollen. Lattermann: "Wir wollen uns auf keinen Fall in irgendeiner Form oppositionell gegenüber dem Heimatbund abheben. Und Dr. Friederike Kästing wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass der Denkmalschutz ohnehin schon "konfliktbeladen" sei und dass von daher ein "konfliktbeladenes personelles Umfeld" kontraproduktiv sei. Zu den Aufgaben des Arbeitskreises gehöre es deshalb auch, den Denkmalschutz "harmonisch und positiv" darzustellen.
Seinen ersten Einsatz in eigener Regie hat der Arbeitsskreis am morgigen Sonntag, dem 13. September: Beim Tag des offenen Denkmals präsentiert sich der Verein vor dem Alten Museum am Kirchplatz mit einem eigenen Stand.
Dort möchten die Verantwortlich auch um neue Mitglieder werben. Den Jahresbeitrag hat man mit 20 Euro bewusst niedrig gehalten.
Foto: km