RINTELN (ste). Wie erschwerlich die Flößerei einstmals sein musste, stellte jetzt auch die 15-köpfige Besatzung des 38 Meter langen "Hobby"-Floßes vom Projekt "Lebendige Weser" fest. Niedriger Wasserstand, heftige Windböen und ein Ruderbruch ließen reichlich Zeit verstreichen; und so trafen die Flößer in Rinteln nicht wie erwartet gegen 18 Uhr, sondern erst um 19.30 Uhr ein. Trotz der zeitlichen Verzögerung warteten viele Interessierte, unterstützt durch musikalische Beiträge des Jugendblasorchesters der Stadt Rinteln, auf das 100-Tonnen schwere Weserfloß. Nach kleineren Schwierigkeiten beim Anlegen wurden die Flößer dann von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und Rintelns "Stadtoffizier" Alfed Schneider nebst Gattin Monika begrüßt und zum Wegezoll aufgefordert. Mit dem Flößertaler kaufe sich der Trupp frei und konnte das Festland betreten. Weiter ging es dann tags drauf nach Minden zum "Blauen Band der Weser". Mit dabei das Filmteam des WDR, das die Reise der Flößer dokumentierte. Eventuell wird es auch im nächsten Jahr wieder ein Zusammentreffen geben, dann auch wieder mit einem kleinen Fest am Anleger.
Auch die Weser hatte einmal eine Berufsflößerei. In Rinteln legten nicht nur Flöße an, sondern wurden hier auch zusammengestellt. Die Berufsflößerei wurde im Jahr 1963 dann eingestellt. Auf ihrem Freizeitfloß konnte Rinteln dann 1971, 2008 und natürlich jetzt Weserflößer begrüßen.Foto: ste