LANDKREIS (em). Besser als ihr Ruf ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Schaumburger Land. Die Arbeitslosigkeit ist mit Ablauf der Sommerferien wieder gesunken, meldet die Agentur in ihrem Bericht. Damit fällt die Arbeitslosenquote fällt auf 8,7 Prozent. Der Ausbildungsmarkt sei dabei stabil geblieben.
Das Gefälle der Arbeitslosenzahlen im Landkreis Schaumburg bleibt trotz der sinkenen Zahlen insgesamt bestehen. Während die Geschäftsstelle Stadthagen eine Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent meldet und damit unter dem Gesamtschnitt liegt, sind in der Geschäftsstelle Rinteln 10,2 Prozent arbeitslos gemeldet.Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im August waren 17.674 Frauen und Männer in den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur und den Job-Centern im Agenturbezirk Hameln arbeitslos gemeldet. Das sind 521 (-2,9 Prozent) weniger als im Juli und 181 (-1 Prozent) weniger als im August des vergangenen Jahres. Der Rückgang sei eine jahresübliche Entwicklung zum Ende der Sommerferien. Der überwiegend saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat wurde damit mehr als ausgeglichen. Die Arbeitslosenquote für den gesamten Agenturbezirk beträgt 8,7 Prozent (Vormonat 9 Prozent). Sie liegt damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert von 8,8 Prozent im August 2008.
"Die Arbeitslosigkeit hält sich auch im dritten Quartal 2009 noch auf dem bisherigen Niveau, dennoch bleibt ein Beschäftigungsrisiko", kommentiert Ursula Rose, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Hameln die aktuellen Zahlen. "In Gesprächen mit den Unternehmen wird uns signalisiert, dass das Instrument der Kurzarbeit überwiegend bis Ende des Jahres genutzt werden soll. Für das Vertrauen der Wirtschaft in die Zukunft steht auch die ungebrochene Ausbildungsbereitschaft." Die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen habe inzwischen nahezu das Vorjahresniveau erreicht. Zurückgegeangen ist dagegen die Zahl der gemeldeten Ausbildungssuchenden. 2696 Bewerber habe sich seit Oktober 20089 bei der Berufsberatung gemeldet. Ein Minus von 17,4 Prozent. Dadurch sei ein günstigeres Verhältnis zwischen Suchenden und Lehrstellen entstanden.