1. Dicke Seifenblasen in den Himmel

    Lauenauer Fleckenfete begeistert Besucher / Andrang bei Rock-Revue / Ritterspiele für Kinder

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    LAUENAU (al). Besucher der Lauenauer Fleckenfete haben offenbar richtig Lust bekommen, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Vor der Bühne des Jugend- und Kulturforums herrschte zeitweilig so viel Andrang, dass kaum noch ein Durchkommen war. Eine "Rock-Revue" hatten sich Vorsitzender Norbert Bruhne und seine vielen Helfer ausgedacht. Die jeweils 30-minütige Abfolge der verschiedenen Epochen in den letzten 50 Jahren wurde nur durch Höhere Gewalt unterbrochen: Doch der heftige Platzregen störte den gerade auftretenden Gospelchor "Happy People" nicht. Er sang einfach ohne elektronische Verstärkung weiter.

    Die insgesamt 14 Gruppen haben den "Profis" auf der großen Bühne tüchtig Konkurrenz gemacht. Zwar erwiesen sich die Dudelsackbläser und Trommler der "Pipe & Drum-Band" nicht zuletzt auch in ihrer schottischen Tracht als echter Hingucker. Aber später hatten es die Blasmusiker aus Hülsede und Kathrinhagen sichtlich schwer, die Publikumsreihen zu füllen.

    Schon gab es erste Kritiken, dass zwei Bühnen vielleicht doch zu viel für "das größte Straßenfest in der Samtgemeinde Rodenberg" sein könnten. "Das Jugendforum hätte das Nachmittagsprogramm ganz allein bestreiten können", bemerkte nicht nur eine Besucherin und stieß auf Kopfnicken der Umstehenden. Einen dritten musikalischen Platz eroberte sich die Bigband "Jazz it" des Apelerner Musikvereins. Am Abend dann fiel die Wahl schwer: Lokale Bands unter dem Dach des Jugendforums wetteiferten um die Gunst des Publikums mit der professionellen Showband "Niteshift" aus Frankfurt, die von Oldies bis Top-Hits zum Tanz auf der Straße animierte.

    Aber vielleicht war es gerade die akustische Vielfalt, die der Fleckenfete einen rekordähnlichen Besuch bescherte. Trotz anderer Großveranstaltungen in der näheren Umgebung herrschte bereits am Nachmittag ungewöhnlich reger Betrieb, der sich in den Abendstunden trotz frühherbstlicher Temperaturen noch einmal deutlich steigerte. Anteil am Geschehen dürfte keineswegs nur die Speisen- und Getränkevielfalt haben. Eltern mit Kindern nutzten gern das Angebot des Feggendorfer Waldkindergartens, der mit seinen Ritterspielen auf viel Freude bei den Kleinen stieß. Ebenfalls aus Feggendorf kam die Jugendfeuerwehr und baute einen Schminktisch auf. An einem Stand konnten Kinder unter anderem dicke Seifenblasen in den Himmel schicken. Und endlich war wieder "Meggy" dabei, nachdem sie letztes Jahr aus Krankheitsgründen hatte pausieren müssen. Neuerdings heißt sie "Antonella". Doch das hat an ihren vielen Späßen mitten im Publikum nichts geändert. Foto: al

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