BAD NENNDORF (Ka). Neun Monate hat die St. Godehardi-Gemeinde gewartet: Die Orgel schwieg auch beim Einlass in den festlichen Einweihungsgottesdienst. Pastorin Sabine Lambrecht eröffnete die Zeremonie ohne musikalische Untermalung und erinnerte in diesem Augenblick an das 3/4 Jahr Pfeifen-Stille. Lambrecht wiederholte die Worte des Orgelbaumeisters Jörg Bente: "Der Orgel wurde der Hals zugehalten, jetzt ist der Kloß im Hals beseitigt!" Bevor sich nach langer Entbehrungszeit das langersehnte große Klangerlebnis der Gemeinde offenbarte, spielten Posaunenchor, Flötenensemble und Handglocken-Chor. Als dann Regina Heymanns Orgelspiel das Gotteshaus erfüllte, schwangen Andacht, Dankbarkeit und Glück in den Kirchenreihen mit. In der Predigt sah Lambrecht die Orgel als ein Gleichnis für die Gemeinde, die so viele Stimmen und Töne hat. Sie verglich die Töne mit den menschlichen Tönen, die mal brummig, mal freudig, mal sanft, mal laut und mal leise ihre Zuhörer finden. Lobend erhob sich Lambrechts Stimme, als sie den großzügigen und großherzigen Spendern ihren, sowie den Kirchenvorstands- und Gemeinde-Dank aussprach und fügte mit einem Lächeln hinzu, dass bereits das nächste Projekt in den Startlöchern steht. Unter Gottes Dach fand im Anschluss ein Sektempfang statt, bevor das große Orgelkonzert am Nachmittag zum Hörgenuss einlud. Foto: ka
Bravouröses Orgelspiel mit der Organistin Regina Heymann.