LAUENAU (al). Das Fest der
Diamantenen Hochzeit feiern die Lauenauer Eheleute Hannelore und Wilhelm Rebmann. Vor genau 60 Jahren haben sie sich in der Hülseder Ägidienkirche trauen lassen.
Noch ein wenig länger leben sie im Raum zwischen Deister und Süntel: Der Krieg hat die Schlesierin und den Galizier hierher verschlagen. Wäre die schrecklichen Folgen nicht gewesen, hätten sie sich wohl nie kennengelernt. So aber kam Wilhelm schon 1945 als Landarbeiter an den Süntel; Hannelore erlitt das gleiche Schicksal wenige Monate später. Beide arbeiteten auf dem Hülseder Rittergut. Erst 1967 bezogen sie ein Haus in Schmarrie, da der Ehemann in der dortigen Stuhlfabrik einen Arbeitsplatz gefunden hatte. Das Interesse an der Landwirtschaft blieb: Bis zu 110 Kleintiere wurden gehalten. 1988 folgte der Wechsel nach Lauenau. Die neue Wohnung auf einem Villengrundstück war mit der Pflege des großzügig angelegten Park verbunden. Über 20 Jahre lang erledigte das Paar diese Aufgabe, bis ein Schlaganfall den 81-Jährigen in seiner Beweglichkeit hinderte: "Wir hätten den Garten sonst gern noch länger betreut." So bleibt jetzt nur noch ein kleines Blumenbeet. Dankbar sind sie Tochter Elke, die wichtige Unterstützung leistet: Da die Eltern nicht motorisiert sind, "bringt sie uns immer zu allen Arztterminen". Foto: al
Hannelore und Wilhelm Rebmann feiern Diamantene Hochzeit.