POHLE (al). Der Rat der Gemeinde Pohle wird vorerst nicht aufgrund seiner günstigen finanziellen Lage die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses fortsetzen. Zu ungenau waren ihm die vorgelegten Schätzungen für das Trockenlegen des Kellers. Das Bauamt der Samtgemeindeverwaltung hatte mehrere Positionen aufgeschlüsselt und einen fälligen Kostenaufwand von 40.000 Euro geschätzt.
"Das ist wohl dessen Gage für Las Vegas", brummte Eberhard Hasler (CDU) über den zuständigen Verfasser der Drucksache. Er verlangte eine verlässliche Aussage mit Leistungsbeschreibung und Mengenangaben.
"Der Kellerbereich muss trockengelegt werden", erläuterte Bürgermeisterin Gerlinde Mensching die Notwendigkeit der Maßnahme, "da sind wir uns einig". Allerdings hätte auch sie "sich mehr Differenzierung gewünscht". Noch ist dem Rat in frischer Erinnerung, dass die Sanierung der Schulstraßenbrücke statt veranschlagter 95.000 Euro nun 108.000 Euro gekostet habe: "Auf einmal sind wird dann beim Keller bei 60.000 statt 40.000 Euro", fürchtete Hasler.
Dem Vorschlag des stellvertretenden Gemeindedirektors Jürgen Bock, die Maßnahme doch gleich komplett auszuschreiben, um verlässliche Daten und Beträge zu erzielen, wollte der Rat auch nicht folgen. Ralf Wilkening (SPD) wies daraufhin, dass dann dem günstigsten Bieter der Auftrag erteilt werden müsse – um negative finanzielle Forderungen zu vermeiden.
Noch einmal ergriff Mensching das Wort: "Uns ist erlaubt, bei einer solchen Schätzung vorsichtig zu sein. Wir wollen konkretere Unterlagen." Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, die vorgelegte Drucksache mit detaillierten Informationen zu Flächen, Tiefen und anderen Kriterien zu versehen.