SACHSENHAGEN (we). Dass nach dem Aufstieg aus der Kreisliga in den Fußballbezirk hier durchweg ein ganz anderer, sprich rauherer, Wind bläst, bekam Neuling SV Viktoria Sachsenhagen an den ersten beiden Spieltag radikal deutlich zu spüren. Einer 0:7-Klatsche bei der Premiere gegen den SC Rinteln folgte am letzten Wochenende eine zweistellige 2:10-Ohrfeige in Halvestorf.
Beide Ergebnisse zeigen präszise, wo beim Aufsteiger sozusagen "der Hase im Pfeffer liegt." Vor dem am Sonntag um 15 Uhr steigenden zweiten Heimspiel sind natürlich im Sachsenhäger Lager die schrillenden Alarmglocken nicht überhört worden. Am Kanal stellt sich mit dem TSV Kirchbrak eine der kampfstärksten Mannschaften der Staffel vor, die mit wechselndem Erfolg in das neue Spieljahr gestartet ist. Einer 1:2-Niederlage in Leveste folgte einer Heimsieg über Evesen mit dem gleichen Resultat. Für Viktorias Trainer Jürgen Hensel haben die ersten beiden Auftritte seiner nach wie vor hochmotivierten Elf gezeigt, dass sich insbesondere im Deckungsbereich etwas entscheidendes ändern muss. So will der Coach die Defizite mit einer veränderten taktischen Ausrichtung abstellen. Von der Viererkette wird man sich verabschieden. Enges, kompromissloses Zweikampfverhalten ist vielmehr angesagt, wobei der Gegner bereits frühzeitig energisch beim Spielaufbau gestört werden soll. Mit einem Erfolgserlebnis soll auch das Selbstvertrauen wieder stabilisiert werden.