TODENMANN (km). Seinen 60. Geburtstag konnte jetzt der Todenmanner Ortsverband des Sozialverbandes feiern. Beim Festakt im Gasthaus zur Linde war am vergangenen Samstag mit Theodor Ehlers auch noch ein Mann der ersten Stunde dabei, der für seine langjährige Treue geehrt wurde.
Vorsitzender Erwin Brandt (re.) mit Theodor Ehlers, einem der Männer der ersten Stunde.
Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz erinnerte in seinem Grußwort daran, dass der "Reichsbund", wie der Sozialverband bis vor zehn Jahren hieß, bereits nach dem Ersten Weltkrieg seine erste Krise zu bewältigen hatte. Heute sei die Institution stabil im Bereich Altersversorgung sowie Sozial- und Krankenversicherung tätig - überwiegend auf ehrenamtlicher Basis, wie Ortsbürgermeister Uwe Vogt betonte.
Die erste Versammlung, geleitet vom Vorsitzenden August Kellermann, fand am 15. Juli 1949 im Gasthaus Columbus statt, dem heutigen Alten Zollhaus.
Die beiden Unterkassierer, die am neunten August 1949 gewählt wurden, bekamen für jedes betreute Mitglied fünf Pfennige vergütet. Dafür hatten sie ab Januar des Folgejahres 104 und ein Jahr später schon 147 Personen zu besuchen.
Nach der anfänglichen rasanten Entwicklung ließ die Beteiligung an den Versammlungen in den Folgejahren nach, wie aus der Vereins-Chronik hervorgeht. Darin wird auch deutlich, dass der Ortsverband im Jahr 1961 mit 176 Mitgliedern seinen Höhepunkt erreicht hatte.
In der Folge wurden dann gemeisame Freizeit-Aktivitäten intensiviert: Weihnachtsfeiern, Tanzvergnügen, Ausflüge und mehrtägige Reisen, zu denen ab 1981 auch Gäste eingeladen waren. Auch mit der Namensänderung vom Reichsbund zum Sozialverband blieben die Verantwortlichen bei ihrem Konzept. Vor drei Jahren übernahm Erwin Brandt den Vorsitz. Zum geschäftsführenden Vorstand gehören derzeit außerdem Margit Barkhausen, Renate Luft und Christel Brandt.