ROLFSHAGEN (tt). Die Kindertagesstätte Rolfshagen ist als eine der ersten Einrichtungen in Niedersachsen für die Arbeit in der Gewalt- und Suchtprävention zertifiziert worden. Mit der Leiterin Beate Handierk und den Erzieherinnen Andrea Limburg, Gabriele Franz, Jasmin Hübner und Tanja Fischer haben fünf Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte im Rahmen des "Papilio"-Projektes an einer zweijährigen Fortbildung teilgenommen und das Projekt, das sich die Vorbeugungsarbeit in Sachen Gewalt- und Suchtprävention bereits in jungen Jahren – also im Kindergartenalter – auf die Fahnen geschrieben hat, in der Einrichtung umgesetzt.
Das "Papilio"-Projekt wurde vom Niedersächsischen Kultusministerium und dem "Beta Institut Augsburg", in Kooperation mit der Freien Universität Berlin, ins Leben gerufen. Während der Fortbildung lernten die Erzieherinnen entwicklungsförderndes Erziehungsverhalten und die Kinder erwarben emotionale Kompetenzen mit Hilfe einer Puppenfigur, die unterschiedliche Gefühlslagen symbolisiert. In Rolfshagen heißt die Marionette "Kobert" und ist ein Kobold. Auch die Eltern wurden in das Projekt mit einbezogen und bei diversen Elternabenden informiert. Zum Beispiel über den "Spielzeug macht Ferien-Tag". Einmal pro Woche bleibt in Rolfshagen nämlich das Spielzeug in den Kisten. Die Kinder sollen so lernen, sich kreativ mit sich selbst und anderen zu beschäftigen. Beim "Meins-Deins-Unser-Spiel" geht es um gegenseitiges Unterstützen beim Einhalten gemeinsam vereinbarter sozialer Regeln. Auch das wird natürlich von den Erzieherinnen spannend und abwechslungsreich gestaltet. "Wir halten das Projekt für sehr gut und hilfreich. Die Fortbildung hat uns zwar eine Menge Zeit gekostet, aber die ist gut investiert", sind sich die Erzieherinnen aus Rolfshagen einig. Sie werden weiter mit den "Papilio"-Maßnahmen arbeiten und in Zukunft sollen noch weitere Erzieherinnen der Einrichtung die zweijährige Fortbildung absolvieren. Foto: tt