1. Kreatives in allen Dorfstraßen

    Apelerns kleinster Ortsteil gefällt mit Kunst- und Handwerkermarkt

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    KLEINHEGESDORF (al). Auch ein noch so kleiner Ort kann voller Kreativität stecken. Das haben die Einwohner von KLeinhegesdorf einen Tag lang bewiesen. Ihr Kunst- und Handwerkermarkt sorgte bei vielen auswärtigen Gästen für Überraschung. Die gerade einmal hundert Einwohner präsentierten sich mit ihren Fertigkeiten und hatten dazu auch einige auswärtige Freunde eingeladen.

    "Bei uns ist mehr los als auf der Hannover-Messe", betonte stolz ein Anwohner. Auf seiner Wiese hatte er Holzarbeiten aus eigener Werkstatt aufgereiht: Krippen für die Weihnachtszeit, Häuschen für die Vogelfütterung im Winter oder auch Nisthilfen für die gefiederten Gäste im Frühjahr. Nun wartete er im Campingstuhl auf Kundschaft. Aber fast mehr noch blickte er neugierig den vielen hundert Besuchern hinterher, die ihr Auto am Dorfrand abstellen und die wenigen innerörtlichen Straßen zu Fuß passieren mussten.

    Das aber wurde überhaupt nicht langweilig, weil es eine ganze Menge zu sehen gab. In Hofeinfahrten waren kleine Stände aufgebaut, an denen Schmuck und Malerei oder auch kuriose Flohmarktartikel angeboten wurden. Allerlei Dekoratives warteten nahe dem Dorfgemeinschaftshaus – kleine Blickfänge für das Wohnzimmerfenster oder auch große für den Ziergarten: Floristen, Keramiker und Metallbauer hatten hierzu viele Ideen geliefert. Wer seinen Wintervorrat an Brennholz noch nicht angeschafft hat, wurde ebenfalls fündig: Zwei Raummeter sorgsam gespaltenes Buchenholz warteten auf einem Anhänger nur darauf, frei Haus geliefert zu werden.

    Natürlich wurde auch den Kindern etwas geboten. Fast mehr noch als die Mitmachaktionen auf dem Spielplatz, Kinderschminken und Tattoos fand der Stand des Steinmetzes Aufmerksamkeit. Hier durften kleine Handwerker selbst zu Knüpfel und Zahneisen greifen – selbst wenn die obligatorische Schutzbrille dauernd ins Rutschen geriet.

    Große Leute guckten sich dagegen lieber das Ultraleichtflugzeug mit Heckpropeller an. Weil es auch einen "Beifahrer"-Sitz hat, wurde für einen späteren Termin im Rahmen einer Verlosung sogar eine Mitfluggelegenheit versprochen. Auch eher bodenständige Besucher konnten Verblüffendes erleben: Ein örtliches Unternehmen bietet Therapien mit Fischen bei Neurodermitis oder Schuppenflechte an.

    Ergänzt wurde der Markttag mit allerlei Zutaten: Getränkestände, ein "Bistro im Pferdestall" und andere Gelegenheiten sorgten für das leibliche Wohl.

    Auf die Ohren gab es etwas unter anderem von der Band "Remedy-Lane". Und ein bisschen Nervenkitzel war auch dabei: Experte Colin Richards zückte mit einigen Freunden das Zweihandschwert zu mittelalterlicher Kampfkunst. Foto: al

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