1. Ein Wetterschutz aus langen Fichtenstämmen Schaumburger SDW errichtet Kohte nahe dem Reinsdorfer Forsthaus

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    REINSDORF (al). Kleine Besucher und wissbegierige große Leute, die den Wald am Bückeberg einmal näher kennenlernen wollen, haben einen neuen Anlaufpunkt. Mitglieder des Kreisverbands Schaumburg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) errichteten eine Kohte. Der zeltähnliche Rundbau, der auf lappländische Traditionen zurückgeht und auch bei Pfadfindern beliebt ist, steht nahe dem ehemaligen Reinsdorfer Forsthaus.

    Der Standort hat Gründe. Denn die heutigen Eigentümer Anna-Lisa und Max Giehl, die sich der Imkerei verschrieben haben, suchen die enge Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen. Schon lange gibt es intensive Kontakte zum Rodenberger Naturschutzbund und auch zur Kreisjägerschaft Schaumburg. Nun hat dank der Vermittlung des ehemaligen Revierförsters Henning Böger auch eine Kooperation mit der SDW begonnen. Deren Vorsitzender Willrich Fischer trommelte knapp ein Dutzend Mitglieder zusammen, und errichtete mit ihnen an drei Sonnabenden das ungewöhnliche Gebäude. Rund hundert Fichtenstämme wurden dafür frisch gefällt. Von innen wird der Rundbau mit einer wetterfesten Folie ausgekleidet; an seine Spitze kommt ein Rauchabzug, so dass sogar ein Lagerfeuer entzündet werden könnte.

    Fischer und seine Leute sind gern nach Reinsdorf gekommen. Denn ihnen liegen gerade Information und Betreuung des Nachwuchses am Herzen. "Die Waldjugendgruppen Obernkirchen und Beckedorf gibt es ja leider nicht mehr", bedauert Fischer. Dabei sei – und damit ist er sich mit Böger einig – es gerade wichtig, die Jugend auf ökologische Zusammenhänge hinzuweisen. Böger engagiert sich bereits länger auf diesem Gebiet und steht regelmäßig für Exkursionen zur Verfügung. Wenn er künftig Gruppen in den Wald führt, werden diese Ausflüge an der neuen Kohte beginnen: "Da kann es dann schon mal regnen."

    Imkermeisterin Giehl freut sich über die rechtzeitige Fertigstellung zum bevorstehenden "Honigfest" am Sonntag, 9. August. Dabei ist die Kohte nur ein Baustein für weitere Vorhaben: In direkter Nachbarschaft entsteht ab dem Herbst eine Streuobstwiese: Interessierte können dafür Baumpatenschaften übernehmen. Zudem will Giehl eine direkte Fußverbindung vom Weg "Am Forsthaus" zur Kohte schaffen: "Dann müssen Besucher nicht mehr über unser Grundstück laufen." Förster Böger hat sich inzwischen ein ganz spezielles Geschenk zur Einweihung ausgedacht: Es sind die Hörner eines Muffelwidders. Diese scheue Tierart ist rund um den Bückeberg beheimatet. Foto: al

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