1. Wenige Meter weiter und besser getarnt

    Erneut Rumänenlager im Haster Wald / Bereitschaftspolizisten unterstützen Nenndorfer Kollegen

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    HASTE (ih). Auf ein Neues: Am vergangenen Donnerstag rückte die Bad Nenndorfer Polizei gemeinsam mit 15 Kollegen der Bereitschaftspolizei in den Haster Wald aus. Das erst vor rund drei Wochen geräumte Rumänenlager hatte sich erneut formiert. Einziger Unterschied: Die Beamten von Forst und Polizei mussten etwas weiter in den Wald hinein und sehr genau schauen. Denn die Rumänen hatten ihren Lagerplatz zwar weiterhin parallel zur Bahn, aber tiefer im Wald aufgeschlagen. Vier Personen, zwei Männer und zwei Frauen, zwischen 41 und 27 Jahren trafen die Beamten an. Pünktlich zur Abendbrotzeit störten sie die Rumänen bei Bratwurst und Salat, so Gerhard Schönemann, Leiter Einsatz- und Streifendienst Bad Nenndorf. Der neue Lagerplatz sei wesentlich besser getrant gewesen. Die Zelte waren fortschrittlicher, so Schönemann. Und auch ihr Hab und Gut hatten die Rumänen nicht mehr in Kartons verstaut, sondern in Koffern. Einzig der Schein des offenen Feuers wies den Polizisten den Weg. Bereits beim letzten Einsatz bekamen die Rumänen ihren Platzverweis auf deutsch und rumänisch. Diese Vorlagen nutzte Polizei und Forstamt erneut und verwiesen die vier Rumänen des Haster Waldes. Die Beamten begleiteten sie bis zum Haster Bahnhof. Rund 90 Minuten dauerte der Einsatz. Sehr bewusst hatten sich die Nenndorfer Kollegen für die Unterstützung der Bereitschaftspolizisten entschieden. Diese seien wegen der Kundgebung am heutigen Sonnabend bereits in der Kurstadt gewesen. Die vier Rumänen stammten aus dem selben Ort, wie die beiden Männer, die wenige Wochen zuvor verwiesen worden waren. Schönemann sagte, die Präsenz der Polizei innerhalb weniger Stunden vor Ort solle nicht nur die Haster Bürger beruhigen. Auch die Rumänen sollen in ihrem Heimatand erzählen, dass der Haster Wald "verbrannte Erde" sei. so Schönemann. Foto: ih

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