1. Härtetest für neue Grundordnung

    Hannover 96 erwartet FC Arsenal London zum Testspiel / Anpfiff heute um 19 Uhr

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    HANNOVER (ro). Nur noch vier Tage - dann wird es ernst. Sonntag muss Hannover 96 im Pokal gegen Eintracht Trier ran und eine Woche später erfolgt der Bundesligastart bei Hertha BSC Berlin. Heute um 19 Uhr wird die Generalprobe angepfiffen. Eine mit internationalem Flair. In der AWD-Arena gastiert der FC Arsenal London. Diese Spitzenmannschaft zählt zu den erfolgreichsten englischen Fußballvereinen mit aktuell 13 Meisterschaften. In der Champions Leguae scheiterte das Team in der abgelaufenen Saison im Halbfinale am späteren Titelverteidiger Manchester United. Für die Roten somit eine echte Standortbestimmung.

    Die Partie ist gleichzeitig der offizielle Abschied für Michael Tarnat.

    Das bisher positive Resümee der Vorbereitung bekam am Wochenende einen Dämpfer. Beim Verbandsligisten FC Anker Wismar gab es eine 1:2 (0:1)-Niederlage. Leichte Abstimmungschwierigkeiten waren dabei in der 96-Defensive beim Führungstor (14. Minute) der Gastgeber unübersehbar. Die Roten agierten in der Folgezeit zwar haushoch überlegen. Es fehlte allerdings die zwingende Einstellung und die nötige Konsequenz im Abschluss. In der 62. Minute erhöhte der Verbandsligist sogar noch auf 2:0. Den Anschlusstreffer erzielte Arnold Bruggink.

    Die 96-Leistung war einfach indiskutabel. Viel zu wenig Bewegung war im Spiel.

    Diese mangelnde Einstellung erzürnte die sportliche Leitung. Vor der Trainingseinheit am Sonntag setzten sich Dieter Hecking und Jörg Schmadtke intensiv mit der Mannschaft über die gezeigte Leistung auseinander.

    Nun hoffen alle gemeinsam, dass es ein Schuss vor den Bug zur richtigen Zeit war. Die Fans dürften nun die Partie gegen Arsenal kritisch beäugen.

    Ein Comeback dürfte bei Arsenal Eduardo feiern. Der 25-jährige Stürmer gilt als die große Sturmhoffnung bei Arsenal. Er hatte sich im April im Champions League-Halbfinale am Knie verletzt. Bitter - denn er war zu Jahresbeginn gerade erst wieder in den Stammkader nach einem komplizierten Beinbruch zurückgekehrt. Nun will er wieder an der Seite von Robin van Persie für flotten Angriffsfußball sorgen. Überhaupt ist Tempofußball das große Plus bei Arsenal. Die Spieler von Trainer Arsene Wenger lassen den Ball sehr schnell und sicher laufen. Vielleicht ist überraschend in der AWD-Arena sogar noch ein interessanter neuer Mann dabei. Arsenal bemühlt sich derzeit sehr intensiv um Klaas-Jan Huntelaar. Der Stürmer steht noch in den Diensten von Real Madrid. Huntelaar würde gut in das Konzept von Wenger passen. Der Erfolgscoach arbeitet gern mit jungen Spielern zusammen, dazu gehören Cesc Fabregas, Robin van Persie, Emmanuel Eboue und Gael Clichey.

    Besonders die Defensive der Roten muss sich auf einen turbulenten Abend einrichten. Die Tauglichkeit für den Bundesligaalltag steht dabei auf dem Prüfstand. Ebenso die neue Grundordnung im 4-4-2-System. Ein erlebnisreicher Fußballabend scheint garantiert. Karten sind noch an den Stadionkassen erhältlich.

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