1. Das Projekt mit Leben erfüllen

    Rehren ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen / Neue Nutzungskonzepte für 37 Gebäude

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    REHREN (pd). Nach der Kür kommt die Pflicht: Nachdem eine Abordnung aus der Gemeinde Hohnhorst mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Bärbel Koch an der Spitze in Hannover die Urkunde von Minister Hans-Heinrich Ehlen in Empfang genommen hat, folgt jetzt die Arbeit für die "Dorferneuerer". Mit großer Freude haben Verwaltung und Bürger die Nachricht aus der Landeshauptstadt vernommen, dass Rehren A.R. nach Ohndorf und Hohnhorst in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden ist. Jetzt sind Fleiß, Ideenreichtum und Hartnäckigkeit gefragt. Eine tolle Chance für das Dorf, so sieht das auch Hohnhorsts Bürgermeister Otto Lattwesen.

    Freude herrscht in Rehren über die Zusage für die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm. Bei einem ersten Ortstermin klärt Jens Schwerin (mi.) vom Amt für Landentwicklung Bürgermeister Otto Lattwesen und engagierte Bürger über die weiteren Verfahrensschritte auf.

    Im August vergangenen Jahres hat die Gemeinde Hohnhorst die Aufnahme des Dorfes Rehren A/R in das Landesprogramm Dorferneuerung beantragt. Der Aufnahmeantrag umfasst Rehren mit dem Ortsteilen Nordbruch, Rehrwiehe und dem Bereich der Rehrener Mühle. In Rehren gibt es noch fünf landwirtschaftliche Betriebe, vor 60 Jahren waren es noch 90. Den Zuschlag hat Rehren nicht nur erhalten, weil zahlreiche private und öffentliche Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen in dem Antrag schlüssig aufgelistet wurden. Auch die Tatsache, dass die Umnutzung leer stehender landwirtschaftlich genutzter Bausubstanz zu einem Aufgabenschwerpunkt gemacht werden soll, hat die Genehmigungsbehörde in Hannover überzeugt. Für 37 ungenutzte Gebäude sollen langfristig neue Nutzungskonzepte entwickelt werden, verriet Bürgermeister Lattwesen bei einem ersten Ortstermin nach der offiziellen Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm mit Jens Schwerin vom Amt für Landentwicklung. Schwerin wird den Mitgliedern des Arbeitskreises in den kommenden Monaten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Lattwesen lobte bei dem Treffen noch einmal die rege Mitarbeit von Seiten der Bevölkerung. "Die Einwohner stehen dahinter und ich hoffe jetzt, dass die Pläne mit Leben erfüllt werden", so der Bürgermeister. Und Schwerin ermunterte die Anwesenden mit der Aufforderung "Jetzt kommt die Arbeit auf Sie zu!" Um diese wirkungsvoll leisten zu können, soll der Arbeitskreis, der die Vorarbeit für die Antragstellung geleistet hat, wieder aktiviert werden. Ein halbes Jahr intensiver Planungsarbeit liegt vor den Bürgerinnen und Bürgern, die sich bereits seit Monaten intensiv mit dem Thema beschäftigt haben.

    "Die Dorferneuerung ist bewusst so angelegt, dass die Vorhaben von den Bürgern erarbeitet und mitgetragen werden", unterstrich Schwerin. Am 31. Dezember 2010 muss der Plan stehen, sonst könnte die Zusage widerrufen werden. Daher muss das Konzept Mitte nächsten Jahres beim Amt für Landentwicklung vorliegen, damit dort innerhalb von zwei bis drei Monaten der Förderrahmen aufgestellt werden kann. Wenn der Plan steht, soll zu einer ersten Bürgerversammlung eingeladen werden. Unterstützung kommt von Beginn an von einem Planungsbüro, das von der Gemeinde Hohnhorst beauftragt wird.

    Erste Mittelzuweisungen stellt der Ansprechpartner von der Behörde in Hannover für Ende 2010/Anfang 2011 in Aussicht. Private Investoren müssten unbedingt beachten, dass sie erst mit der Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen starten, wenn die entsprechende Genehmigung dafür vorliegt. Für private Arbeiten werden bis zu 30 Prozent der Bruttokosten übernommen, aber höchstens 25 000 Euro pro Gebäude, auch für Material bei Eigenleistung. Für Arbeiten an öffentlichen Gebäuden gibt es laut Aussage von Schwerin keine Höchstgrenzen bei der Bezuschussung. Kommunen kommen in den Genuss von bis zu 50 Prozent Zuschuss aus dem Fördertopf. Bis zu sechs Jahre lang kann das Verfahren "Dorferneuerung" laufen. Der Plan kann fortlaufend weiterentwickelt werden und mit neuen Projekten gefüllt werden. Ob die DSL-Versorgung mit ein Thema im Zuge der Dorferneuerung sein kann, wollte Lattwesen wissen. Wie Schwerin dazu erklärte, gebe es ein eigenständiges "Breitband-Förderprogramm" des Landes, dass aber für die Mitarbeiter des zuständigen Wirtschaftsministeriums noch "Neuland" sei. Um hier eine Berücksichtigung zu finden, müsse die Gemeinde einen weiteren Antrag stellen. Foto:pd

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