BAD NENNDORF (pd). Freude herrscht im Allgemeinen, wenn Straßen und Plätze saniert werden. Die Freude der Anlieger über die Ausbauten der Rodenberger Allee hält sich in Grenzen. Bei der letzten Sitzung des Bauausschusses beschwerten sich Bürger darüber, dass im Kurvenbereich der Straße in Höhe des griechischen Restaurants der neu erstellte Gehweg mit seinen knapp 60 Zentimetern viel zu schmal für Rollstuhlfahrer sei. Auch Menschen, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind, hätten kaum Platz, wurde kritisiert. Fotos von den angesprochen Abschnitten wurden herumgereicht. Um den neu geschaffenen Weg für Rollstuhlfahrer nutzbar zu machen, seien mindestens 80 Zentimeter nötig, führte Michael Kosian weiter aus.
Stadtdirektor Bernd Reese entgegnete dazu, dass der Erhalt der Platanen oberstes Ziel bei der Sanierung der Allee gewesen sei. Als mögliche Lösung für das Problem sprach Kosian aber davon, an dem neuralgischen Punkt müsse der Baum eben doch weichen. Auch eine Querungshilfe wurde ins Spiel gebracht. Doch für Gehbehinderte würde dies einen Umweg bedeuten und dies sei nicht zumutbar, so die Meinung der Zuhörer im Ausschuss. Herbert Kruppa, Vorsitzender des Bauausschusses, schlug eine Ortsbesichtigung vor. Dabei soll nach einer Lösung des Problems gesucht werden.
Auf Veranlassung der Lokalen Agenda, Gruppe Menschen und Soziales, fand kürzlich ein Ortstermin an der Straße Horster Feld/Ecke Brunnenstraße statt. Dort ist ein kombinierter Fuß- und Radweg ausgewiesen, der nach Auffassung der Agenda-Gruppe viel zu schmal ist. Vertreter von Polizei und Ordnungsamt stellten fest, dass an einem Bereich der Straße der Fuß-/Radweg eine Breite von lediglich 1,40 Metern aufweist. Ein Begegnungsverkehr von Müttern mit Kinderwagen, Senioren mit Rollatoren und Radfahrern könnte, so Anneliese Schröder von der Agenda, zu gefährlichen Situationen führen. Sie kritisierte weiter, dass auch die Fortführung der Brunnenstraße ihre Tücken habe. In Höhe eines Garagenhofes fällt die Straße 50 Zentimeter ab. "Eine ganz gefährliche Stelle", kommentierte Ratsmitglied Klaus-Dieter Salzbrunn den Engpass. Foto:pd/privat