1. Bei falscher Studienwahl ist "schnell ein halbes Einfamilienhaus verbrannt"

    324 angehende Studenten von nah und fern beziehen für eine Woche in Rinteln ihr vorübergehendes akademisches Quartier

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    RINTELN (km). Bei tropischem Sommerwetter wurde am vergangenen Sonnabend die fünfte Rintelner "Sommeruniversität" eröffnet. Sicherheitshalber im Brückentorsaal statt auf dem Kollegienplatz begrüßten VHS-Chefin Undine Rosenwald-Metz, Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und die stellvertretende Landrätin, Helma Hartmann-Grolm, mehr als 300 Teilnehmer von nah und fern. Dabei wurde auch gleich eine der Intentionen der Veranstalter deutlich: Die Simulation des studentischen Lebens soll vor allem dazu beitragen, die akademische Erfolgs-Quote zu verbessern, da rund 25 Prozent aller Studenten an Universitäten und Fachhochschulen ihr Studium ohne Abschluss beendeten, wie Undine Rosenwald-Metz feststellte. Die richtige Wahl sei zudem auch von erheblicher pekuniärer Relevanz: "Sonst hat man ruckzuck ein halbes Einfamilienhaus verbrannt." Karl-Heinz Buchholz freute sich darüber, dass sich durch die 324 jungen Gäste das Durchschnittsalter in Rinteln temporär erheblich gesenkt habe. Der besondere Gruß des Bürgermeisters galt einigen Teilnehmern aus den Partnerstädten Kendal und Slawno. Als Vertreter der zentralen Einrichtung für Weiterbildung an der Leipnitz-Universität Hannover wies der gebürtige Rintelner Cornelis Kater auf die Chancen hin, die sich durch die neuen Medien eröffneten - und auch auf die Gefahren. Im Zeitalter von Handy, Internet und "Twitter" brauche man deshalb "viele kluge Köpfe, die sich dafür einsetzen, die Welt von morgen zu gestalten, zu verbessern, aber auch neue Grenzen zu ziehen". Und das nötige "Rüstzeug" vermittelten eben die Universitäten. Im Angebot der Sommeruniversität befinden sich über 70 Seminare und Vorlesungen aus allen gängigen Studienfächern: Geschichte, Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Jura, Politik, Theologie, Wirtschaftswissenschaften, Kunst, Musik und Naturwissenschaften. Und um die intellektuellen Bemühungen der Wissensdurstigen nicht ins Verbissenene abgleiten zu lassen, warten die Veranstalter auch mit einem vielfältigen Freizeitprogramm auf. Den Auftakt bildete am Samstagabend im Brückentor eine humoristische "Welcome Night". Am heutigen Mittwoch, dem 29. Juli, stehen diverse sportliche Aktivitäten auf dem Programm. Um 20 Uhr lädt Wolfgang Westphal zu einer Orgelführung mit kleinem Konzert in die Nikolai-Kirche ein. Ab 20.30 Uhr klären Ulrich Reineking und Volker Buck in der "Kulisse" darüber auf, "wie eure Eltern rocken lernten". Am morgigen Donnerstag wollen Jürgen Wiemer und die Teilnehmer seines Straßentheater-Workshops auf dem Marktplatz zeigen, was sie gelernt haben (19 Uhr). Um 20 Uhr berichtet Christiane Riewerts bei der VHS mit Wort und Bild "Über den Jacobsweg". Und ab 22 Uhr findet dann im "Happy Night" die "Last Night Disco" statt. Foto: km

    Fast alle der mehr als 300 Schülerinnen und Schüler haben sich zur Eröffnung im Brückentorsaal eingefunden.

    VHS-Chefin Undine Rosenwald-Metz begrüßt die Gäste.

    Cornelis Kater weist auf die Chancen durch neuen Medien hin.

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