RODENBERG (pd). Der Bereich zwischen Tor und der Einmündung der K 53 in Höhe Rewe-Markt soll neu gestaltet werden. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wege und Umweltschutz hat Ralf Ottermann vom Planungsbüro Kirchner erste Pläne dafür vorgestellt. Der Ausbau soll in zwei Abschnitten erfolgen. Die Stadt erhofft sich dafür Fördergelder aus dem Entflechtungsgesetz des Bundes. Alle Arbeiten sollen, so Jörg Döpke vom Bauamt, im Dezember 2010 beendet sein.
Viele Zuhörer, darunter viele betroffene Anlieger, hatten sich im Saal des Rodenberger "Ratskellers" eingefunden, um die Ausführungen des Planers zu verfolgen. Ottermann erklärte, dass die derzeitige Situation vor allem für Fußgänger und Radfahrer unbefriedigend sei. Ein durchgängiger Rad-und Fußweg und eine Verengung der Fahrbahn, die heute mit bis zu acht Metern "überdimensioniert" sei, soll für Verbesserungen sorgen. Nach der Erledigung aller Arbeiten soll der Regeldurchschnitt der Straße bei 6,50 Metern liegen.
Der Einmündungsbereich in Höhe Dammweg soll anders gestaltet werden, um bessere Sichtverhältnisse bei der Ausfahrt aus dem Gebiet "Struckbreite" zu schaffen. In Höhe des Freibades stellt sich der Ingenieur vom Büro Kirchner den Bau einer Verkehrsinsel vor. Eine zweite Querungshilfe ist vor der Kreuzung zur Langen Straße vorgesehen, eine dritte in der Nähe der Bushaltsstelle am "Hotel Stockholm". Sinnvoll wäre nach Auffassung des Experten auch, in Höhe Am Anger/ASB-Heim eine Fußgängerampel zu installieren.
Die Frage, wie der Bereich K53/Einmündung Algesdorf gestaltet werden kann, ist noch offen. Dazu müsse der Landkreis befragt werden, weil dieser der Straßenlastträger sei, führte Ottermann weiter aus. Möglich sei die Errichtung eines Kreisels. Durch die Umbauten soll in der Ortsdurchfahrt eine Verkehrsberuhigung erzielt werden, betonte Döpke ausdrücklich. Er kann sich den Baubeginn noch in diesem Jahr vorstellen. Ein zusätzlicher Grunderwerb sei nicht notwendig.
Björn Ladage, technischer Werksleiter des Wasser- und Abwasserbetriebes, klärte darüber auf, welche begleitenden Arbeiten in Sachen Schmutz- und Regenwasserkanälen notwendig sein werden. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Hauptleitungen "in keinem schlechten Zustand" sind. Die meisten Regenwasserkanäle seien allerdings sanierungsbedürftig. Wie von der Verwaltung außerdem zu erfahren war, plant der Wasserverband Nordschaumburg im Zuge der Umbauarbeiten in der Ortsdurchfahrt die Prüfungen ihres Leitungssystems und das Staatsbad Nenndorf hat vor, Soleleitungen zu erneuern.