LIEKWEGEN (pp). "Endlich ist es geschafft" – dem Vorsitzenden Karl-Heinz Witte waren die Freude und die Erleichterung bei der Einweihung der neuen Schießanlage des Schützenvereins Liekwegen deutlich anzumerken. Immerhin hatte es rund fünf Jahre lang gedauert, bis die schöne, helle Anlage nun endlich in Betrieb genommen werden konnte. Zur Einweihung waren neben Vertretern aus der Politik und von befreundeten Vereinen insbesondere die Bauhelfer eingeladen, ohne deren tatkräftige Hilfe es den Stand nicht gäbe.
Edgar Roth (li.) übergibt Karl-Heinz Witte die Kreisehrenplakette.
"7.000 Stunden Arbeit haben unsere Mitglieder investiert", berichtete Witte und rechnete gleich weiter: "Bei einem fiktiven Stundenlohn von nur 7,67 Euro sind das fast 54.000 Euro Eigenanteil des Vereins." Insgesamt wurden 1000 Kubikmeter Erde bewegt, 200 Kubikmeter Beton eingebracht und eine drei Meter hohe Mauer in einer Gesamtlänge von 156 Metern errichtet. Einen ganz besonderen Dank richtete Karl-Heinz Witte an Fritz Büthe, der, immerhin bereits 77-jährig, eigenhändig 1000 Meter Kabel verlegt hat. Ein großes Dankeschön ging auch an die Stadthäger Schützen, die den Liekwegern während der Bauzeit auf ihrem Stand "Asyl" gewährt hatten. "Wenn ihr einmal einen Engpass habt, seit ihr bei uns gerne gesehen", versprach Witte im Gegenzug.
Auch die Gemeinde Nienstädt bekam ein Sonderlob des Vorsitzenden. Sie hatte die letzte Finanzlücke geschlossen und damit die Fertigstellung des Standes möglich gemacht. Weitere Mittel kamen vom Landkreis, vom Kreissportbund und von zahlreichen Spendern.
"Was lange währte, ist jetzt hervorragend geworden", beurteilte Bürgermeister Gerhard Widdel das Bauwerk. "Jetzt sind endlich wieder schießsportliche Aktivitäten in Liekwegen möglich." "Ich weiß, was es bedeutet, jeden Stein selbst anfassen zu müssen. Ihr habt mit eurem Stand den großen Wurf gemacht", zeigte sich auch Edgar Roth, Ehrenvorsitzender des Kreisschützenbundes, begeistert über die Anlage und überreichte als Anerkennung die Kreisehrenplakette.
Nach den Worten folgten die ersten sportlichen Taten mit dem Kleinkalibergewehr. Die Einweihungsscheibe sicherte sich dabei Silke Thielemann, die ihren Mann Bernd und Jörg Evers auf die Plätze verwies. Für die Allgemeinheit besteht am 21. Juni ab 11 Uhr im Rahmen eines Tages der offenen Tür die Gelegenheit, sich die Anlage anzusehen und um Königswürden zu schießen. Die Proklamation der Schützenmajestäten soll gegen 14 Uhr erfolgen. Foto: pp