1. Damals wie heute eine gute Sache

    50 Jahre Blutspende in der Gemeinde / Besondere Aktion am Jubiläumstag

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    NIENSTÄDT (nb). Das Jubiläum steht vor der Tür: Am 18. Juni 1959 fand in der Gemeinde die erste Blutspendeaktion des Deutschen Roten Kreuzes statt. 84 Spendenwillige nahmen daran teil. Gefeiert wird der Geburtstag mit einer erneuten Blutspendezum passenden Datum: Am Donnerstag, dem 18. Juni von 15.30 Uhr bis 19.30 Uhr warten neben kleinen Geschenken auch besondere Aktionen auf die Spender. Das Pflegeteam des DRK bietet kostenlos die Ermittlung des "Body-Mass-Index" sowie des Flüssigkeitsbedarfshaushaltes an. Auf den 84. Spender wartet an diesem Tag eine besondere Überraschung. "Damals gab es noch keine Beutel, da wurde das Blut noch in Glasflaschen gesammelt", erinnern sich Emmi Scheffler und Bärbel Jäschke, Zeitzeugen und DRK-Helferinnen der ersten Stunde, an die erste Blutspende. "Von Zeit zu Zeit mussten wir diese Flaschen dann schütteln. Den Kaffee für die Spender haben wir manchmal mit dem Tauchsieder gekocht und statt Traubensaft gab es noch Rotwein." Trotz erschwerter Bedingungen und viel Improvisation gelang es immer wieder hier Spendenrekorde zu erzielen, wie 1973, als sich an einem Tag 261 Menschen bereit erklärten, ihr Blut abzugeben. In 50 Jahren kamen so beeindruckende 10.705 Spenden zusammen. Bewegte Zeiten liegen hinter dem DRK-Ortsverband und vieles hat sich seitdem verändert und vereinfacht.

    Statt einem pro Jahr werden in Nienstädt seit 2003 für die Spender drei Termine im angeboten. Ein kontinuierlicher Schnitt von 300 Spenden im Jahr hat sich entwickelt. "Mittlerweile sind auch Spenden ohne Beteiligung eines Ortsverbandes möglich", so Gebietsreferent des DRK Oliver Ziebolz, "kürzlich wurde auch die Altersbeschränkung nach oben aufgehoben. Nicht das kalendarische Alter, sondern der Arzt entscheidet, wer spenden darf." Was sich auch nach einem halben Jahrhundert nicht verändert hat ist die allseits beliebte Verpflegung, die Spender nach getaner Arbeit durch ein Büfett erwartet. Bis zu 18 Helferinnen sorgen an jedem Spendentag für das körperliche Wohl der Gäste. "Bei uns ist noch niemand verhungert", so die Vorsitzende Edith Picker, "die Leute wollen das Persönliche genauso wie das gute Essen".

    Andere Zeiten: Zur ersten Blutspende vor 50 Jahren kommt Fürstin Bathildis zu Schaumburg-Lippe (3.v.li.) um die mutigen Spender moralisch zu unterstützen.

    Immer im Einsatz: Edith Picker (v.li.), DRK-Gebietsreferent Oliver Ziebolz, sowie die langjährigen Helferinnen Emmi Scheffler, Ursula Pasqualon und Bärbel Jäschke beschäftigen sich bereits mit den Vorbereitungen der Jubiläums-Blutspende.

    Foto: nb

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an