WESTENDORF (ste). Es ist die dritte Möglichkeit in Rinteln, an der gasgetriebene Fahrzeuge auftanken können. Nachder Autogas-Tankstelle der Firma Kogel im Emerten und der Erdgastankstelle an der Shell-Tankstelle auf der Konrad-Adenauer-Straße, eröffneten jetzt die Stadtwerke Rinteln gemeinsam mit dem Autohaus "Niederdorf" in Westendorf eine weitere Versorgungsstation für Autogas. Das Gemisch aus Propan und Butan wird dort mit Niederdruck flüssig in den Tank gepumpt und ist mit 62 Cent pro Liter eine durchaus konkurrenzfähige Energieform. 4.750 Gastankstellen gibt es über das gesamte Bundesgebiet verteilt und wer meint, die Reichweite von gasgetriebenen Fahrzeugen sei nicht ausreichend: "Das Gas reicht bei den meisten Fahrzeugen für mindestens 300 bis 400 Kilometer und außerdem schaltet sich bei einem leeren Gastank automatisch der Benzintank ein und das Fahrzeug fährt weiter wie gewohnt", so Thilo Niederdorf. Damit, so der Autofachmann, sei man dann noch einmal rund 600 Kilometer sorgenfrei unterwegs. Jürgen Peterson, Geschäftsführer der Stadtwerke Rinteln, stellte eine positive Umsatzentwicklung im Flüssiggassektor bei den Stadtwerken heraus. So stieg der Umsatz von 2006 auf 2007 um 90 Prozent auf 87.000 Liter und um weitere 65 Prozent bis 2008 auf 144.000 Liter im Jahr. Schon jetzt macht Autogas zehn Prozent des Flüssiggasumsatzes der Stadtwerke aus.
Stadtwerke, Stadt Rinteln und die Firma Niederdorf eröffnen die neue Gastankstelle auf dem Firmengelände von Mazda-Niederdorf.
Peterson rechnete aus, dass bei 15.000 Kilometern im Jahr eine Ersparnis bei Gasbetrieb von 800 Euro locker drin ist und sich die Anlage bei Umbaukosten von rund 2.500 Euro in drei Jahren rechne. 70.000 Euro investierten die Stadtwerke in die Anlage in Westendorf. Ausgaben, die Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz auch als Investition in alternative Energieformen und den CO-2-Schutz sieht. Foto: ste