1. Statt blindem Aktionismus geschlossen durch die Krise

    Teamgeist der Roten ist ungebrochen / Hannover 96 erwartet VfB Stuttgart

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    HANNOVER (ro). Der Grottenkick der Vorwoche liegt nicht nur den Spielern noch schwer im Magen. Die Bilanz der letzten Dienstreise in die Lausitz ernüchterte. Hannover 96 präsentierte sich dabei wie ein potenzieller Absteiger. Nur ein Punkt aus bisher neun Auswärtsspielen stößt bitter auf. Kapitän Robert Enke brachte es kurz nach der 1:3-Niederlage gegen Energie Cottbus auf den Punkt: "Wir müssen einsehen, dass wir weiter im Abstiegskampf stecken". Die Sicherheitszone hat sich auf vier Punkte minimiert. Und nun reist ausgerechnet der im Aufwind befindliche VfB Stuttgart an. Seit dem Wiederaufstieg glückte den Roten kein Heimerfolg über die Schwaben. Trainer Dieter Hecking warnte in der Pressekonferenz am Donnerstag besonders vor der Konterstärke: "Sie stehen sehr tief, spielen diszipliniert und lauern auf Fehler des Gegners - wir müssen aufpassen, nicht in ihre Konter zu laufen”. Nötig ist dazu Selbstsicherheit im eigenen Aufbauspiel. In der langen Mängelliste summierten sich dabei im Spiel der Roten zuletzt einfach zu viele Fehlpässe. "Ein Spiel nach vorn hat überhaupt nicht stattgefinden”, bilanzierte Hecking. Die Cottbus-Partie war somit einfach nicht bundesligatauglich.

    Es haperte allerdings nicht nur im technischen Bereich. Auch die notwendigen kämpferischen und läuferischen Tugenden ließen die Spieler vermissen. Trotz aller Mankos verfiel bei den Roten unter der Woche niemand in blinden Aktionismus. Trainer Dieter Hecking versuchte vielmehr in Einzelgesprächen mit den Spielern die Defizite zu reflektieren. Der Coach sieht sein Team nun in der Pflicht und erwartet in der AWD-Arena "ein erfolgreiches Krisenmanagement". In der Hinrunde gelang dies desöfteren. Hecking appelliert in diesem Zusammenhang an die Stärken seiner Schützlinge: "Wenn wir mit Leidenschaft auftreten, wie in vielen Heimspielen zuvor, brauchen wir nicht in Angststarre zu verfallen".

    Überhaupt verloren die Roten von den letzten 17 Partien in der AWD-Arena nur eine. In dieser Saison fiel es dem Team gegen besser platzierte Mannschaften immer leichter. Optimistisch stimmt weiterhin der ungebrochene Teamgeist. "Die Mannschaft steht eng beieinander”, unterstrich Hecking, "es gibt keine Risse im Mannschaftsgefüge". Große personelle Umstellungen sind nicht geplant. Sal Zizzo könnte in die Startelf rücken, da Jiri Stajner voraussichtlich wegen Verletzung ausfällt. Foto: bb

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