1. Schwert, Schild und spitze Knie

    Dr. Karl Feldkirch referiert über die Roland-Statue

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    RINTELN (ste). Die Geschichte des "Roland" geht zurück auf das Schicksal Hruotlands, der unter Karl dem Großen Graf der bretonischen Mark war. Roland fiel bei einem Rückzugsgefecht gegen die Waskonen in den Pyrenäen im Tal von Roncesvalles am 15. August 778; und zwar nicht vom Schwert des übermächtigen Feindes, sondern da er das Horn zur Anforderung von Unterstützung zu stark blies und tot umfiel. So zumindest die von Dr. Karl Feldkirch vorgetragene Version, der vor interessierten Zuhörern im Veranstaltungssaal der Kreisjugendmusikschule einen Vortrag über die Rolandsfigur hielt. Und da Roland zu Lebzeiten als tüchtig, tapfer und erfolgreich galt, avancierte er im 15. und 16. Jahrhundert zu einer Symbolfigur für Bürger- und Freiheitsrechte in zertifizierten Städten. Dazu gehörten Städte unter anderem mit Markt-, Stapel-, Fähr- oder Zollrechten. Rinteln gehörte nicht zu den Städten, die derart ausgezeichnet wurden, so Dr. Karl Feldkirch, der sich seit Jahren intensiv mit der Symbolfigur beschäftigt und dem der Rintelner Roland, aufgestellt an der Einfahrt zur Wallstraße, anfänglich in seiner Darstellung eher suspekt vorkam. Doch Rinteln muss sich bezüglich der Frage, ob die Stadt im Besitz eines "echten" oder "unechten" Rolands ist, nicht grämen. "Echte" Roland-Statuen stehen nur in den bereits genannten "zertifizierten" Städten, doch selbst Hildesheim, Fritzlar oder auch Chemnitz haben nur die unechte Variante. Bundesweit, so Dr. Feldkirch, gibt es nur 26 "echte" Roland, 20 in den neuen Bundesländern, sechs in den alten. Auch im Ausland stehen Rolandfiguren, so unter anderem in "Rolandia", einer Stadt in Brasilien, die von ausgewanderten Bremer Kaufleuten gegründet wurde. Auch Kito in Equador, Dubrovnik und Riga haben einen Roland. In einer durchaus interessanten Dia-Show stellte Dr. Feldkirch die Merkmale der verschiedenen Roland-Statuen vor, die allesamt über vier Grundmerkmale verfügen sollten: "Schwert, Schild, Prunkgürtel und unglaublich spitze Knie!" Foto: ste

    Dr. Karl Feldkirch referiert über die Figur des "Roland" und seine Bedeutung als Symbol für Bürger- und Freiheitsrechte in den Städten.

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