1. "Kathrin" und "Rolf" haben sich mit Gottes Segen getraut

    Festlicher Gottesdienst besiegelt die Fusion der Kirchengemeinden

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    ROLFSHAGEN/KATHRINHAGEN (tt). Mit einem laut vernehmlichen "Ja" besiegelten die Gläubigen der Kirchengemeinde Kathrinhagen und Rolfshagen ihren Bund fürs Leben, nachdem Superintendent Andreas Kühne-Glaser während des festlichen Fusionsgottesdienstes in der Christus-Kirche in Rolfshagen die entscheidende Frage gestellt hatte: "Wollt ihr von nun an den Weg gemeinsam gehen ?" Bereits am 1. Januar wurde die "standesamtliche" Ehe der beiden Kirchengemeinden vollzogen, doch mit dem Traugottesdienst sollte der Zusammenschluß der 800 Jahre alten ev. luth. Kirchengemeinde Kathrinhagen mit der 1953 gegründeten ev. luth. Kirchengemeinde Rolfshagen auch den Segen Gottes und der Kirche erhalten. "Neun Jahre ist es her, dass wir anfingen, den Weg gemeinsam zu gehen", so Angelika Held vom Kirchenvorstand, die daran erinnerte, dass es anfangs nicht immer leicht war, weil man neidisch auf den Anderen schaute, was er mehr oder weniger zu bieten hatte. Erst nachdem man sich Ziele gesetzt hatte, sei man wunderbar zusammengewachsen. In seiner Predigt erinnerte auch der Superintendent an den dornenreichen Weg bis zur Fusion, der aber letztendlich die einzige Chance war, zu überleben. Der "Familie" ging schlichtweg das Geld aus und so wurde aus der Not die Notwendigkeit einer gemeinsamen Zukunft. "Es ist sicher eine ungewöhnliche Ehe, die hier heute geschlossen wird, denkt man an den Altersunterschied von "Kathrin" und "Rolf". Von selber seien beide Kirchen nicht darauf gekommen, sich zusammenschließen, Mutter Kirche musste da ein wenig nachhelfen, die Vernunftehe einzugehen", so Kühne-Glaser. Er gab den "Brautleuten" auch einige Tipps mit auf den Weg: "Gesteht dem Anderen Schwächen zu, denn niemand ist vollkommen. Wer Rosen will, muß auch Dornen lieben. Verzeiht und vergebt einander. Gründet euch nicht auf den Wunsch, glücklich zu werden, sondern glücklich zu machen. Hört nie auf, miteinander zu reden, nehmt euch Zeit für Begegnung und Austausch. Seht zu, dass der Wein in eurer Ehe nicht ausgeht und ladet Jesus immer ein". Der Gottesdienst war umrahmt von musikalischen Beiträgen des Posaunenchores, der Jugend-Musikband und dem Auetaler Kirchenchor, begleitet von Lars Röwer an der Orgel. Bevor die Pastorin der neuen Kirchengemeinde, Dr. Heike Köhler, die Gemeindemitglieder zum Umtrunk und gemeinsamen Essen in das Gemeindehaus einlud, sangen die etwa 200 Kirchenbesucher voller Hingabe das Lied: Ihr seid das Salz dieser Erde. Nach Gottes Segen wollten natürlich auch die benachbarten Kirchengemeinden ihre Glückwünsche überbringen und so waren Pastor Rainer Klemme aus Hattendorf und Pastor Wilhelm Meinberg aus Obernkirchen anwesend. Aber auch die ehemaligen Pastoren der Christus-Kirche, Jochen Lange und Marko Stenzel waren gekommen, um dem Festakt beizuwohnen. Im Namen der Dorfgemeinschaft und der örtlichen Vereine ergriff der Vorsitzende der DLRG, Joachim Reese, das Wort und wünschte sich, wie bereits in der Vergangenheit schon geschehen, eine gute und harmonische Zusammenarbeit. Foto: tt

    Superintendent Andreas Kühne-Glaser (li.) und Pastorin Dr. Heike Köhler (re.) mit den Mitgliedern des Kirchenvorstandes freuen sich gemeinsam über den Zusammenschluß.

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