HANNOVER (ro). Nun gilt es nachzulegen. Hannover 96 besitzt die große Chance sich weiter in der Tabelle zu verbessern und frühzeitig zu Beginn der Rückrunde die Existenz in der höchsten deutschen Spielklasse abzusichern. Es gilt nun den Schwung aus dem Schalke-Spiel mitzunehmen, um in Cottbus am Sonntag, 17 Uhr, siegreich zu bestehen. Die Begegnungen dort sind allerdings nicht in sonderlich guter Erinnerung. Hierzu gesellte sich zudem das bittere 0:0 aus dem Hinspiel. Die Gastgeber stehen im Abstiegskampf bereits mit dem Rücken zur Wand. Als Tabellensechszehnter setzt das Team voll auf die Heimstärke. Trainer Bojan Prasnikar will die Cottbuser aber erneut aus der unteren Tabellenregion auf einen Nichtabstiegsplatz führen. Zu Beginn der Rückserie kassierte die Mannschaft eine 0:2-Niederlage beim Tabellenführer 1899 Hoffenheim. Prasnikar muss eventuell auf die angeschlagenen Cvitanovis und Rost verzichten. Dafür könnten Pavicevis und Iliev ins Team rücken.
Auf dem Sprung ins Team stehen bei den Roten indes die Neuverpflichtungen. Es ist damit zu rechnen, dass die Winterpausen-Verstärkungen Jacek Krzynowek und Leon Andreasen bereits für das Cottbus-Spiel in den Kader rücken. Krzynowek dürfte dabei mit Sicherheit in die Rolle das abgewanderten Szabolcz Huszti schlüpfen. Andreasen ist eine Alternative für das defensive Mittelfeld. Er beeindruckte in den letzten Trainingseinheiten mit viel Agilität im Kampf um seine Lieblingsposition.
Der Konkurrenzkampf ist in Trainingseinheiten deutlich spürbar. Mit den Schalke-Punkten im Rücken ist die Stimmung im 96-Training trotzdem bestens. Begeisterung schwingt sich zum motivierenden Faktor auf und insbesondere die Stürmer tankten beim unermüdlichen Torschusstraining am Donnerstag viel Selbstvertrauen. Durch seine erneute Nominierung für die finnische Nationalmannschaft angestachtelt, holte sich dabei Mikael Forsell die Krone des Torschusskönigs.
Eine Auszeit mussten sich hingegen Mike Hanke und Hanno Balitsch gönnen, um grippale Infekte auszukurieren. Beide sind jedoch am Wochenende wieder fit. Gaetan Krebs hingegen fällt wegen einer Bänderverletzung höchstwahrscheinlich für weitere drei Wochen aus. Im individuellen Aufbautraining befinden sich derzeit Altin Lala (Bandscheibe), Jan Schlaudraff (Leiste), Chavdar Yankov (Meniskus) und Steben Cherundolo (Hüftprobleme).