1. "Schülerforderungen bei Schülerdemo berechtigt"

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    RINTELN (ste). Alles, was die jungen Leute mit ihrem friedlichen Protest in Hannover gefordert haben, ist nach persönlicher Ansicht des FDP Kreisvorsitzenden Paul E. Mense absolut berechtigt. Aber, so schränkt er ein, es sind Forderungen, die seit mehr als 30 Jahren immer wieder erfolglos gestellt worden sind.

    Mense, der viele Jahre Elternvertreter war und sich im Umgang mit den Kultusministern und Schulbehörden durch initiierte Elterndemonstrationen gegen Unterrichtsausfall, für Lehrmittelfreiheit, für kleinere Klassen und mehr in Gesprächen und im Schriftwechsel nach eigenen Angaben nicht gerade zurückhaltend "herumgeschlagen" hat, sieht deshalb wenig Hoffnung, dass sich etwas Gravierendes ändert. "Solange es bei Lippenbekenntnissen bleibt, gute Absichten angeblich an den Finanzen scheitern, Bildung nur auf dem Papier aber nicht in den Köpfen zur Priorität Nummer eins wird, solange ändert sich nichts," sagte Mense.

    Bei der Finanzkrise waren sich die Politiker schnell einig, mit Milliardensummen etwas tun zu müssen, was volkswirtschaftlich gegenwärtig auch richtig ist; auch wenn nur zu hoffen bleibt, dass diese Milliarden durch eine prosperierende Wirtschaft wieder erwirtschaften werden, so Mense wieter.

    Und er fragt: "Und was tun wir gegen unsere Bildungskrise, oder haben wir etwa keine?" Mense stellte bewusst provokante Fragen: "Ist PISA und alles, was seitdem an Hirnlosigkeit ans Tageslicht gekommen ist, nur eine leichte Fehlentwicklung, die mit dem einen oder anderen Reförmchen korrigierbar ist? Glaubt jemand im Ernst, dass man beispielweise mit "Preisgeldern" für besonders leistungsfähige Universitäten die Alltagsproblematik schlecht ausgebildeter Kinder und Jugendliche in den Griff bekommt?"

    Menschen mit schlechter Bildung, mangelnder sozialer Kompetenz, die nicht ihr Leben vernünftig gestalten können, die aber Kinder in die Welt setzen, deren Zukunft mehr als fraglich ist, solche Menschen seien das Ergebnis verantwortungsloser Politik, so der FDP-Mann.

    Am 3. März wird der FDP Kreisverband im Gasthaus "Zur Linde" eine Veranstaltung "Pro und Kontra zur Bildungspolitik in Niedersachsen" durchführen, zu der Landes- und Kommunalpolitiker, Vertreter von Schulen, Eltern und Schülern eingeladen werden. An diesem Abend soll auch die spezielle Schulpolitik im Landkreis Schaumburg zur Sprache kommen. Foto: ste

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