Bernd Althammer
Die alte Weisheit, dass neue Besen besser kehren, ist den Besuchern des Apelerner Karnevals nicht entgangen. Der personelle Wechsel an seiner Spitze wirkte sich nicht nur auf das neue Werbekonzept, auf veränderte Akzente im Programmablauf oder auch auf das vielfach gelobte Niveau der Darbietungen aus. Regelmäßigen Gästen fiel auf, dass mit einem Mal wieder Akteure mitmachten, die in den vergangenen Jahren sich von der fröhlichen Front ganz leise oder auch etwas spektakulärer zurückgezogen hatten. Noch mehr personelle Stärke und noch mehr Talente in der Bütt oder auf der Bühne aber können dem inzwischen schon landesweit bekannten Aushängeschild Apelerns bestimmt nicht schaden; im Gegenteil. Karl-Heinz Thum ist als jetzt dritter Präsident in der schon 45-jährigen Karnevalsgeschichte gewiss in sehr große Fußstapfen getreten: Rudolf Barth hat die Aufbauphase zur heutigen Größe geprägt; Gerhard Kölling hat dem lokalen Karneval zu landesweiter Bekanntheit und mehr Professionalität verholfen. Der neue Mann an der Spitze aber scheint nun das lokale Narrenschiff zu noch mehr Stabilität verhelfen und es zu größerer Harmonie steuern wollen. Das kann dem trotz aller Fröhlichkeit durchaus sehr ernsthaftem Unternehmen Karneval nur gut tun – und im kommenden Jahr noch mehr Besucherandrang bescheren.