LANDKREIS (pm). Die Pflicht ist erfüllt – jetzt kommt die Kür. Unter diesem Motto könnte man die Hallenbezirksmeisterschaft der Fußballfrauen aus Sicht der drei Schaumburger Vertreter sehen. Die Vorrunde haben alle drei mehr oder weniger souverän überstanden. In der Zwischenrunde werden nicht nur die Qualifikationsplätze knapper, auch die Qualität der Konkurrenz steigt merklich an. Allerdings haben der TSV Eintracht Bückeberge, der VfL Bückeburg und die SG Lauenhagen/Pollhagen-Nordsehl/Liekwegen das Erreichen der Zwischenrunde als Ziel angegeben - Zugaben aber nicht ausgeschlossen.
In vier Wettbewerben mit jeweils sechs Teilnehmern werden die acht Endrundenteams ermittelt. Wer am 22. Februar in der IGS Kronberg in Hannover dabei sein möchte, muss also mindestens den zweiten Rang seiner Gruppe belegen. Auf die Schaumburger Teams kommen schwere Aufgaben zu
In der Gruppe 1 in Hemmingen gehört der TSV Bückeberge als einer von drei Bezirksoberligisten von der Papierform her sogar zu den Favoriten auf einen der beiden Plätze. Die Konkurrenz hat es aber in sich: Die SG Lembruch/Diepholz gewann ihre Vorrunde am vergangenen Sonntag und die Spielstärke der SG Hemmingen/Rethen in eigener Halle konnte der TSV beim 1:1 eine Woche zuvor im eigenen Erstrundenturnier testen. Keineswegs zu vernachlässigen sind die Bezirksligisten TSV Havelse II und der Auftaktgegner der Wendthägerinnen (9 Uhr), der Heeßeler SV. Der SV BE Steimbke ist dagegen eher als einziger Außenseiter in der gesamten Zwischenrunde zu sehen.
Als einziges heimisches Team muss die SG Lauenhagen in der Gruppe 2 am Nachmittag in Hemmingen antreten. Um 14.30 Uhr bestreitet das Team die erste Partie gegen den Bezirksligisten FC AS Hachetal. Die restlichen Teams sind Hochkaräter: Mit dem TuS Drakenburg und dem MTV Mellendorf II sind zwei Tagessieger der Vorrunde am Start. Bezirksoberligaspitzenreiter SG Schamerloh und Bezirksligist TuS Schwüblingsen komplettieren die Runde. Als Zweiter ihrer Vorrunde hat die SG Lauenhagen an einem guten Tag jedoch durchaus die Chance auf einen der beiden vorderen Plätze.
Auch für den VfL Bückeburg in der Gruppe 3 in Duingen muss vieles optimal laufen. Nicht nur, dass drei weitere Bezirksoberligisten mit am Start sind. Der PSV Hildesheim und der gastgebende TSV Deinsen gehen auch als Gruppensieger in die Zwischenrunde. Eintracht Hameln und Hannover 96 bringen zweite Plätze als Referenz mit.
Ihre Stärken hatten die SG Lauenhagen als Zweiter und der VfL Bückeburg als Vierter der Vorrundengruppe E am vergangenen Sonntag in Sulingen unter Beweis gestellt. Der VfL hatte seine Qualifikation bereits nach drei von fünf Spielen sicher. Im folgenden "Derby" mit der SG Lauenhagen verloren die Bückeburgerinnen dann überraschend deutlich mit 0:3. Zweimal Katharina Kottrup und Annika Ebbighausen trafen für den Bezirksligisten zum Prestigeerfolg. Damit war auch der Spielgemeinschaft die Teilnahme an der Zwischenrunde nicht mehr zu nehmen.
Das Abschneiden der Schaumburger Teams im zweiten Durchgang erscheint bei dem ausgeglichenen Teilnehmerfeld völlig offen.
Im vergangenen Jahr hatte lediglich der TSV Bückeberge den Sprung unter die letzten acht geschafft und am Ende den siebten Platz belegt. Der letzte Gesamtsieg aus Schaumburger Sicht war dem ASC Pollhagen-Nordsehl 2005 gelungen.