1. 96-Spieler zeigen wieder Erfolgshunger

    Hohe Motivation der Profis nach guter Vorbereitung

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    REGION (ro). Ein Auftaktsieg - nicht nur der Wunschtraum der Profis. Über 45 000 Zuschauer wollen den Fußballern von Hannover 96 dabei am Sonnabend, 15.30 Uhr, in der AWD-Arena den Rücken stärken. Auftaktgegner zur Rückrunde ist Schalke 04. Eine ganz "heiße" Nummer - beim Revierklub herrscht seit Wochen große Unruhe. Trainer Fred Rutten und Manager Andreas Müller agierten unter starken Erfolgsdruck mit eiserenen Besen. Die Trennung erfolgte von Peter Lövenkrands, Albert Streit und Ze Roberto. Auch Gustavo Varela hat den Verein inzwischen verlassen. Ruhe soll dadurch einkehren, um die gesteckten Ziele in der Rückrunde zu erreichen. Die Roten wollen jedoch sofort Unfrieden stiften und die Königsblauen mit einer Niederlage zurück ins Revier schicken. Wir müssen gegen die drei Schalker Spitzen von Beginn an höllisch wach sein", mahnte der 96-Cheftrainer. "Dann kann es ein attraktives und hoffentlich erfolgreiches Heimspiel werden." Treffer sollten garantiert sein, denn noch nie endete diese Begegnung torlos. Die 96-Spieler wollen Revanche für den klassischen Fehlstart zu Saisonbeginn. Die Roten lagen damals schnell mit 0:2 zurück. "Wir haben etwas gutzumachen”, unterstreicht Michael Tarnat die hohe Motivation im Team.

    Mit welcher Startelf Hecking plant, wollte er am Donnerstag noch nicht endgültig verraten. Noch gäbe es "kleinere Fragezeichen", so in Hinsicht auf die Besetzung des Linksverteidigerpostens. Immerhin konnte Entwarnung bei Routinier Michael Tarnat gegeben werden, der beim Mittwochstraining unglücklich ausgerutscht war, was jedoch ohne Folgen blieb. Nichtsdestotrotz bleibt auch der in der Hinrunde zuverlässige Youngster Konstantin Rausch eine Option für die Left-Back-Rolle. Für das beginnende Sturmduo wurde aus der Formel: "Aus drei mach zwei" inzwischen "Aus zwei mach einen". Grund: Coach Hecking verriet bereits, dass er Jiri Stajner von Beginn an bringen wird, dem er eine "sehr gute Vorbereitung" bescheinigt. "Jiri präsentiert sich in guter körperlicher Verfassung und hat sich sehr umtriebig gezeigt." So wird es auf einen Zweikampf zwischen Mike Hanke und Mikael Forssell um den freien Platz hinauslaufen. Leichter Vorteil für Hanke ist die besondere Motivation, auf seinen Ex-Klub zu treffen. Doch auch dem Finnen attestiert der Trainer insgesamt eine gute Vorbereitung – trotz "unglücklicher Szenen" beim letzten Test in Aachen. "Ich bin froh, dass die drei Stürmer in der Lage sind, dem Gegner weh zu tun", freut sich Hecking. Nach der wenig befriedigenden Hinserie sieht der 44-Jährige jedoch auch großen "Nachholbedarf" in dieser Abteilung.

    Mit vielen eigenen Torchancen rechnet Hecking gegen die "gerade im Defensivbereich sehr gut besetzten" Schalker nicht unbedingt. Umso wichtiger sei, diese dann kommenden konsequent zu nutzen. "Schalke kommt über seine körperliche Präsenz, Robustheit und individuelle Klasse" nennt der 96-Trainer Stürmer Jefferson Farfan als Paradebeispiel für deren besondere Qualität. Beim souveränen 4:1-Pokalsieg in Jena konnte sich Hecking ein Bild davon machen, dass die Knappen trotz der letzten Negativ-Schlagzeilen einen "sehr stabilen Eindruck" machen. Nun setzt der 96-Coach auf den "Erfolgshunger" seiner Schützlinge. "Die Jungs haben ja schon bewiesen, dass sie gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel gewinnen können", erinnerte er an die Erfolge gegen Bayern München und den Hamburger SV.

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