1. "Bunte Leitstelle Hameln" kommt für Schaumburger Wehren nicht in Betracht

    Große Leitstellen haben weniger Bürgernähe / Zusammenarbeit zwischen Nienburg und Schaumburg

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    KRANKENHAGEN (ste). Die Ortswehr Krankenhagen hielt ihre Jahreshauptversammlung ab und in großer Deutlichkeit stellte Rainer Kuhlmann als Kreisabschnittsleiter Süd und stellvertretender Kreisbrandmeister heraus: "Wir kämpfen derzeit um den Erhalt unserer Leitstelle in Stadthagen und um eine Zusammenarbeit mit dem Landkreis Nienburg am jetzigen Standort!" Eine Beteiligung an der "Bunten Leitstelle Hameln" komme für Schaumburg nicht in Betracht: "Große Leitstellen haben weniger Bürgernähe!"

    Und schon jetzt sei im Fall eines Großeinsatzes wie etwa Kyrill oder Hochwasser die Leitstelle am Rande ihrer Belastbarkeit angelangt: "Und das wird bei größeren Leitstellen nicht besser!"

    Seit 60 Jahren ist Walter Flentge in der Feuerwehr. Harald Westermann (hinten im Bild) ist seit 25 Jahren aktiv.

    Und mit noch einem Problem muss sich die Kreisfeuerwehr auseinandersetzen. Immer weniger Nachwuchs rückt in die Wehren aufgrund des demografischen Wandels und Kuhlmann forderte: "Die Kreise und Gemeinden müssen möglicherweise mehr Anreize schaffen, um junge Menschen vom Sofa in die Feuerwehren zu bekommen!" Wie diese Anreize aussehen sollen, dazu ließ sich Kuhlmann nicht aus, doch Erstattung von Benzingeld für Fahrten zur Feuerwehr könnte ein Reizthema sein.

    Krankenhagens Ortsbrandmeister Achim Wächter hat in seiner Wehr keine Nachwuchssorgen. 47 Aktive sind ein sehr ordentlicher Stamm und Kuhlmann bescheinigte der Wehr eine große Einsatzkraft, die die Schwerpunktwehr aus Rinteln zu schätzen wisse. Einsatzmäßig ging es bei den Krankenhägern eher wie bei einer Tierrettungseinheit zu, als bei einer Feuerwehr und Ortsbürgermeister Gerhard Werner scherzte mit einem Seitenhieb auf den

    NABU: "Vielleicht solltet ihr nach Pferderettung aus einer Güllegrube und Schafherdentrieb auch ein paar Heuschrecken aus dem Knickbrink retten, um den NABU milde zu stimmen!" Mit dem NABU liegt der Ortsrat Krankenhagen derzeit im Klintsch bezüglich des Ausbaus des Knickbrinks als Trainingsplatz für die Fußballer.

    Gunnar Hoppe, der als stellvertretender Ortsbrandmeister offensichtlich jede Menge vom ehemaligen Chronisten Eberhard Krause gelernt hat, ließ das vergangene Einsatzjahr lebhaft Revue passieren. Besonders der zweite Platz bei den sogenannten "Eimerfestspielen" in der Stadt fand Erwähnung.

    Die Jugendwehr unter Alexander Uhlke absolvierte mit ihren 18 Jugendlichen 48 Dienste und vier Jugendliche legten ihre Leistungsspange im Kreiszeltlager ab, fünf schafften die Jugendflamme eins und neun die Jugendflamme zwei. Auch die Altersabteilung zeigte sich mit acht Treffen ihrer 28 Aktiven überaus einsatzfreudig; zumeist jedoch beim Essen und Trinken, wie aus dem Bericht zu hören war.

    Für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Wehr wurde Walter Flentge geehrt, 25 Jahre dabei ist Harald Westermann. Beförderungen wurden ausgesprochen für Gunnar Hoppe zum Oberlöschmeister, Jens Selzer zum Ersten Hauptfeuerwehrmann. Hauptfeuerwehrmann(frau) wurden Simone Hoppe, Valentin Luig, Matthias Peterson und Andre Pukallus. Oberfeuerwehrfrauen wurden Mareike Wächter und Anna Westermann.

    Timm Ender und Fabian Requardt wurden zu Oberfeuerwehrmännern ernannt.

    Die beiden ersten Frauen bei den 18 Atemschutzgeräteträgern sind Simone Hoppe und Mareike Wächter. Foto: ste

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