RINTELN (ste). Gemeinsam eröffnete Verwaltungsstellenleiterin Tatjana Daum mit Dr. med. Klaus G. Heidelberg von "pro Diako" und Carsten Pfeil von der Niedersächsischen Krebsgesellschaft aus Hannover die Wanderausstellung zur Krebsfrüherkennung im Wartebereich der Anmeldung im Kreiskrankenhaus. Die Ausstellung der Niedersächsischen Krebsgesellschaft zum Thema Krebs, einer Krankheit, der sich Menschen gerne entziehen, solange sie nicht selbst betroffen sind, wird noch bis zum 1. Februar als informative Wandtafeln und zusätzlich bestückt mit Broschüren, Interessierten die Möglichkeit geben, sich mit Krebs auseinanderzusetzen. "Dabei soll deutlich gemacht werden, dass Krebs kein unabänderliches Schicksal ist. Viele Krebserkrankungen haben durchaus gute Heilungschancen, wenn sie früh genug erkannt werden", so Carsten Pfeil. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig an den jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen teilzunehmen, die zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Neu dazugekommen sind da auch die Darmspiegelung und die Untersuchung von Kopf bis Fuß auf Hautkrebs in zweijährigem Abstand. Frauen können sich ab dem Alter von 20 Jahren und Männer ab dem Alter von 45 Jahren untersuchen lassen. Doch genau die Früherkennung macht der Niedersächsischen Krebsgesellschaft Sorgen. In Niedersachsen nutzen nur etwa 50 Prozent der Frauen und nur etwa 20 Prozent der Männer dieses Angebot. Und das bei bundesweit 436.000 Neuerkrankungen, zehn Prozent trifft davon auf Niedersachsen zu.
Dr. Friedrich-Wihelm Eichler, Karsten Pfeil und Tatjana Daum vor den informativen Schautafeln der Ausstellung "Krebsfrüherkennung".
Anhand übersichtlicher Bildtafeln können sich die Besucher über die Prävention, Früherkennung und Warnzeichen von Krebserkrankungen informieren. Zusätzlich liegen kostenlose Broschüren aus. Dazu gehört auch der "Vorsorgepass" der Niedersächsischen Krebsgesellschaft, den man als Erinnerung auf jeden Fall mit nach Hause nehmen sollte. Der Vorsorgepass, in Grün für die Damen und Blau für die Herren, gibt einen Überblick über das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm sowie über weitere medizinisch sinnvolle Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs bei Frauen und Männern, die allerdings zum Teil selbst finanziert werden müssen. Zudem bietet der Pass den Versicherten und Ärzten die Möglichkeit, die Teilnahme an den Krebsfrüherkennungsmaßnahmen zu dokumentieren und erinnert gleichzeitig an den nächsten Untersuchungstermin. Ziel und Zweck der Ausstellung soll sein, die Öffentlichkeit zu erreichen und die Menschen zu animieren, regelmäßig an den jeweiligen Vorsorgemaßnahmen teilzunehmen. Wichtig dazu ist außerdem eine gesunde Lebensweise. Das heißt: wenig Alkohol, keine Zigaretten und eine gesunde Ernährung. Die Niedersächsische Krebsgesellschaft unterstützt außerdem die Gesundheitskampagne "5 am Tag", in der empfohlen wird, mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse über den Tag verteilt zu essen.
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