1. "Die Arbeit im Rat wird schwieriger werden"

    CDU-Fraktionschef Carsten Schulz bewertet Auswirkungen und Gründe der Rücktritte

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    RODENBERG (pd). Er sieht bei weitem keinen Grund zum Jubeln und er ist auch sicher, dass die Arbeit im Rat für die CDU im Rat der Stadt Rodenberg schwerer werden wird, doch den Kopf in den Sand stecken wird CDU-Fraktionschef Carsten Schulz nicht. Der Austritt der CDU-Mitglieder sei "keine schöne Sache", gibt er zu. Doch er bezieht auch klare Stellung zu den Vorwürfen, die ihm vor allem von Volker Dahle und Matthias Schellhaus gemacht werden. "Beim Projekt Betreutes Wohnen sind ganz klar handwerkliche Fehler gemacht worden", erklärt Schulz. Die Kritik von Schellhaus und Dahle, die CDU-Fraktion habe sich nicht genug für die Pläne eingesetzt, weist der Algesdorfer klar zurück. "Es gab auch im Verwaltungsausschuss das klare Signal, einen potentiellen Investor für ein solches Projekt in der Stadt unterstützen zu wollen.

    Nur der Standort im denkmalgeschützten Areal an den Wallanlagen sei doch auch laut Landkreis-Einschätzung nicht in Frage gekommen, erinnert sich Schulz. Eine Akzeptanz für die Ablehnung des Grundstücks habe es dann aber im Ortsverband nicht gegeben. Ganz im Gegenteil, erinnert sich Schulz. Da habe es sogar von Schellhaus die Drohung gegeben: "Wenn das nicht klappt (mit der Ansiedlung der Anlage), dann werden wir dich auf der Mitgliederversammlung dazu zwingen". Schellhaus hat da "sehr unglücklich gehandelt", kommentiert Schulz die Geschehnisse.

    Die Tatsache, dass Dahle und Sebastian Klein an ihrem Mandat im Stadtrat weiter "klammern", wertet Schulz als "nicht gerecht gegenüber den Nachrückern". Vor allem Dahle habe sich in der Vergangenheit mehr mit dem Stadtdirektor auseinandergesetzt und die Kommunalaufsicht beschäftigt, als sachorientierte Politik betrieben. "Man darf sich nicht allem festbeißen sondern muss schauen, dass man am Ende einer Wahlperiode den Wählern auch etwas vorweisen kann", sieht der CDU-Sprecher seine Aufgabe in der Kommunalpolitik. Gerne könne ein Ortsverband eigene Ideen entwickeln. Doch sollten die dann auch in der Fraktion diskutiert werden dürfen. Da habe Dahle des Öfteren eine "fragwürdige Vorgehensweise" an den Tag gelegt. Die Frage, ob durch mehr Gesprächsbereitschaft seitens der CDU-Fraktionsmitglieder der Austritt der vier Rodenberger aus der CDU hätte verhindert werden können, beantwortet Schulz mit der Feststellung: "Manchmal muss man eben ´mal eine klare Kante ziehen".

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