1. Gegen den Krieg im Gaza-Streifen auf die Straße gehen

    Türkisch-islamischer Kulturverein ruft auf zur Demonstration / "Wischt den Kindern die Tränen ab und lasst sie in Frieden leben!"

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    RINTELN (ste). Murat Demirel und der Vorsitzende des türkisch-islamischen Kulturvereins "Ditib" (Im Emerten), Sevket Kismet, hatten jetzt zu einer Demonstration für den Frieden und gegen den Krieg im Gaza-Streifen aufgerufen. Rund 200 Menschen folgten dem Aufruf und demonstrierten friedlich mit Sprechchören und Transparenten gegen die Blockade des Gaza-Streifens und den Krieg durch die Israelis, für die Freiheit Palästinas und für einen gleichberechtigten Frieden aller Menschen. Nur eine kleine Gruppe offensichtlich extremer Islamisten ließ auf einem Transparent deutlich werden, wofür sie auf die Straße gehen: "Allah schütze die Hamas und ihre Freiheitskämpfer!" Und die Hamas hat in ihren Statuten immer noch die Zerstörung Israels als Ziel verankert.

    Demirel distanzierte sich klar von dieser Gruppe: "In Absprache mit der Polizei haben wir diese Gruppe, die wir nicht kennen und die nicht aus Rinteln kommt, jedoch nicht von der Demonstration ausgeschlossen, so lange es keine Ausschreitungen gibt!"

    In seiner Ansprache auf dem Marktplatz ließ Murat Demirel jedoch keinen Zweifel daran aufkommen, dass die türkisch-islamische Gemeinde aus Rinteln einen gemäßigten Kurs bevorzugt. Ebenso wie Sevket Kismet forderte er zur Zurückhaltung und zum friedlichen Protest auf. Aufrufe wie "USA Tod" oder "Israel Tod" hätten in dieser Demonstration keinen Platz. Er stellte die Frage, warum in Gaza Kinder sterben müssen, Hunger und Kälte leiden, die Zivilbevölkerung mit in den Krieg verwickelt wird und stellte fest: "Das ist kein gerechter Krieg, sondern eine Demonstration der Macht Israels!" Demirel forderte die Menschen auf der ganzen Welt auf: "Wischt den Kindern die Tränen aus den Augen und lasst auch sie in Frieden leben!" In türkischer Sprache las dann der Hodscha der Gemeinde, Ismael Bal, ein Gebet für den Frieden im Nahen Osten, übersetzt von Merve Azmann, damit auch die deutschen Zaungäste der Kundgebung etwas von der Botschaft erfuhren. Bal bat um Hilfe für das palästinensische Volk und stellte vor rund 200 Demonstranten heraus, dass es auch im Koran Gebote gibt, die das Töten eines Menschen verbieten. Und da im Koran auch steht: "Wer nur einen Menschen gerettet hat, hat alle gerettet" ist auch die Sinnhaftigkeit einer Demonstration weit weg vom eigentlichen Geschehen nachvollziehbar, denn die Demonstranten. Foto: ste

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