1. Aus der Isolation heraus mit "Integration, Kultur und Sport"

    Verein "Mensch e.V." hat sich nach drei Jahren Arbeit etabliert

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    RINTELN (ste). Der Verein "Mensch e.V." mit Antonia Li als Vorsitzende hat sich jetzt nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit im Vereinsregister registrieren lassen. Antonia Li ist ein multikulturelles Talent mit Integrationsfähigkeiten. "Laut Pass bin ich Chinesin, komme aus Moskau, habe mit meinem Mann in Bergkarabach gelebt und genieße seit sechs Jahren Asyl in Deutschland!" Und dieses Asylrecht nutzt Antonia Li, um sich für andere Menschen einzusetzen, die in Isolation und Frustration in Deutschland leben. Die gelernte Tanzlehrerin gründete vor drei Jahren den Verein "Mensch", der sich "Integration durch Kultur und Sport" auf die Fahne geschrieben hat. Wie sie dieses heere Ziel erreichen will, dazu hat Antonia Li jede Menge Ideen.

    Am 26. Januar trifft sich dazu erstmals ein Chor um 18 Uhr in der "Kulisse", der Menschen ansprechen soll, die Lust auf russische Lieder haben. "Das müssen nicht nur Menschen aus Russland sein, die hier in Deutschland leben, wir laden gerne auch Deutsche ein, die Spaß an russischer Musik haben", sagt Antonia Li und hofft auf eine möglichst große und gemischte Gesellschaft. "Eines meiner Ziele ist es, dass die Menschen erkennen, dass Aussiedler nicht nur nach Deutschland kommen, um hier herumzusitzen, sondern echte Talente mit sich bringen!" Und so will Frau Li ein Integrationszentrum für alle Nationalitäten schaffen, in dem die landestypischen Traditionen gezeigt werden können wie etwa Essen oder die Geschichte des Landes.

    Für Kinder ab sechs Jahren will sie eine Bastelgruppe einrichten, um Flugdrachen herzustellen: "Das macht Spaß und ist sehr gesund, wenn man die Drachen fliegen lässt!" Am Ende könnte ein großes Flugdrachenfest stehen, hofft die agile Vorsitzende des Vereins, die eng mit der Stadtjugendpflege zusammen arbeiten möchte.

    Andere Menschen liegen Antonia Li sehr am Herzen. So plant sie eine Partnerschaft mit einem Waisenkinderheim in Iwanowo in der Nähe von Moskau und in Rehren will sie dazu ein Konzert mit Tanz veranstalten unter dem Motto "Kinder helfen Kindern".

    Außerdem möchte sie mit den Menschen aus dem Rintelner Asylbewerberheim am Bahnhofsweg gemeinsame Aktionen durchführen und denkt dabei an Patchworkarbeiten oder Lederverarbeitung. Dazu hat sie fachkundige Unterstützung von Valentina und Alona Leiß, die Profis in Sachen Bekleidungsdesign sind: "Ich möchte die Herzen und Türen öffnen und die Menschen aus ihrer Isolation herausholen!" Das sei fast wie Psychotherapie, weiß Frau Li aus eigener Erfahrung, denn sie selbst kennt die Situation, fremd in einer neuen Gesellschaft zu sein.

    Für Mädchen ab 14 Jahren möchte die qualifizierte Tanzlehrerin eine Tanzgruppe "Peking" eröffnen und wer sich dafür interessiert, der sollte sich bei Frau Li unter der Telefonnummer 05751/918728 oder 0152/01783502 melden.

    Jungen möchte der Verein "Mensch e.V." mit Fußball aus ihrer Lethargie herausreißen. Eine "Just for Fun" Gruppe soll nach ihren Vorstellungen in naher Zukunft sogar einen Austausch mit Fußballjungen aus Moskau organisieren. Unterstützt wird Antonia Li bei einigen ihrer Projekte von der Sparkasse in Schaumburg, in der am 24. April zum zweiten Mal eine Kunstausstellung stattfinden wird. Ein besonderes Highlight wird sicher das chinesische Neujahrsfest am 30. Januar sein, das im Restaurant "Alladin" in der Klosterstraße mit chinesischem Essen und vielen Überraschungen gefeiert werden soll. Hier gibt es selbstgemachte Glückskekse mit Texten, die Antonia Li selbst verfasst hat. Anmeldungen zu diesem Fest sind im Alladin unter der Rufnummer 05751/922266 möglich. Foto: ste

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